Stenus pilipenis nov.sp. (Abb. 8, 9, 12, 30)

M a t e r i a l u n t e r s u c h t: Holotypus (♂) und 1♂, 1♀ - Paratypen: NE INDIEN: Arunachal Pradesh, Etalin vic., 700m, 28 o 36‘56‘‘N, 95 o 53‘21‘‘E, 15.-25.V.2012, O. Šauša.- HT und 1 PT in coll. Baňař, 1 PT in coll. Puthz.

B e s c h r e i b u n g: Makropter, schwarz, mässig glänzend; Vorderkörper grob und sehr dicht, aber getrennt punktiert, Abdomen mässig grob und dicht (vorn), fein und dicht (hinten) punktiert (Abb. 9); Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen silenifrom. Kiefertaster, Fühler und Beine gelblich bis hell rötlichbraun. Clypeus schwarz, Oberlippe schwarzbraun, dünn beborstet. Abdomen zylindrisch, liniendünn gerandet, Tarsen dünn, 4. Glied schmal gelappt.

Länge: 3,5-4,0mm (Vorderkörperlänge: 1,9-2,0mm).

PM des HT: HW: 34; DE: 17; PW: 26; PL: 28; EW: 38; EL: 39; SL: 31.

Männchen: Mittelschienen mit kleinem Präapikaldorn, Hinterschienen mit deutlichem Apikaldorn. Metasternum abgeflacht, in der hinteren Mitte mit der Andeutung eines rundlichen Längskiels, mässig grob und ziemlich dicht auf flach genetztem Grund punktiert und beborstet (Abb. 8). 3. Sternit einfach, 4.- 6. Sternit median eingedrückt und in der Mitte des Eindrucks weitläufiger als an den Seiten punktiert bis schmal punktfrei, 7. Sternit mit langem, hufeisenförmigem Eindruck, darin fein und dicht punktiert und beborstet, Hinterrand der Sternite 4-7 sehr flach ausgerandet (Abb. 12). 8. Sternit mit wenig breiter, runder Ausrandung etwa im hinteren Neuntel des Sternits. 9. Sternit apikolateral mit langem, ventrad gekrümmten Zahn. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus (Abb. 30), Apikalpartie des Medianlobus schlank, zuerst dreieckig verschmälert, danach vorn stempelförmig erweitert; im Innern werden umfangreiche Ausstülphaken, lang/dünn-zottige Sklerite in der Umgebung der Ausstülpbänder sowie ein sackförmiger Innensack deutlich; Parameren kürzer als der Medianlobus, mit 4+3 langen Borsten.

Weibchen: 8. Sternit am Hinterrand abgerundet. Valvifer apikolateral mit langem Zahn. 10. Tergit wie beim Männchen. Keine deutlich sklerotisierte Spermatheka vorhanden.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört in die pilicornis- Gruppe und ist hier die Schwesterart des S. svenhedini PUTHZ, mit dem sie in fast allen Punkten äusserlich übereinstimmt; sie ist jedoch schlanker, ihr Kopf im Verhältnis zu den Elytren schmälert und ihr Abdomen dichter punktiert (vgl. Abb. 10). Von S. liangtangi PUTHZ unterscheidet sie sich durch geringere Grösse, von S. emancipatus PUTHZ (schwer) durch breiteren Kopf, von allen genannten Arten und vom variablen S. pilicornis FAUVEL sicher durch ihren Aedoeagus.

E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art bezeichnet ihren stempelähnlichen Medianlobus (lat. pilipenis = mit mörserkeulen-ähnlichem Aedoeagus).