identifier	taxonID	type	CVterm	format	language	title	description	additionalInformationURL	UsageTerms	rights	Owner	contributor	creator	bibliographicCitation
03F74E48E7361D18FF24B953FA7B115E.text	03F74E48E7361D18FF24B953FA7B115E.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Dendrophryniscus stelzneri subsp. dorsalis Mertens 1933	<div><p>1. Dendrophryniscus stelzneri dorsalis subsp. nov.</p><p>Diagnose. Diese Form unterscheidet sich von stelzneri durch etwas schlankeren Habitus und längere Gliedmaßen (Vordergliedmaßen nicht kürzer als der Rumpf, Tibiotarsalgelenk reicht etwas über die Schulter hinaus) sowie durch abweichende Färbung (keine hellen Flecken auf dem Rücken, aber haufig ein roter Dorsalstreifen auf der Mittellinie).</p><p>Terra typica: Torres bei Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Südbrasilíen.</p><p>Typus: Ad., Senckenberg-Museum Nr. 22131; R. GLIESCH 1930; Samml. R. MERTENS.</p><p>Material: Außer dem Typus noch ein Paratvn vom gleichen Fundort und Sammler, ferner zwei Weitere Exemplare lebend gleicher Herkunft:</p><p>Beschreibung des Typus. Körper langgestreckt, ziemlich schlank. Kopf fast ebenso breit wie lang; Schnauze kurz, abgerundet; Zügelregion schwach konkav. lnterorbitalraum breiter als horizontaler Augendurchmesser. Der 3. Finger des an die Flanken angelegten Vorderbeins reicht etwas über das Körperende hinaus.</p><p>1. Finger kürzer als der 2., dieser ebenso lang wie der 4.: Zehen fast zu ½ mit Schwimmhaut verbunden; 3. und 5. Zehe gleieh lang. Zwei annähernd gleieh große Metatarsaltuberkel sowie ein großer Metacarpaltuberkel vorhanden: Subartikulartuberkel sehr deutlieh, unter don Zehen teilweise je zwei nebeneinander stehend. Das Tibiotarsalgelenk reicht bis zur Temporalregion. Oberseite stark warzig. Haut samtartig matt, nieht glänzend; auf der Bauchseite Haut sehr schwach runzelig, nach dem Hinterende zu körnig.</p><p>'.</p><p>.</p><p>Maße. Kopf und Ruınpf: 26 mm: Kopflänge: 7.7 mm: Kopfbreite: 7.8 mm: Kopfhöhe: 1.5 mm: Vorderbein: 18.0 mm: Hinterbein: 32.0 mm.</p><p>Färbung des lebenden Tieres. Oberseite des Kopfes. Rumpfes und der Gliedmaßen elfenbeinschwarz, matt. nicht glänzend (wie bei Salamandrina ter-digitata). Beim (in Alkohol konservierten) Typus zeigt jede. Warze das herausgetretene Sekret in Form eines feinen weißen Punktes: diese sind beim lebenden Tier gewöhnlich nieht sichtbar. treten aber auf. sobald es gereizt wird. Vom Interorbitalraum zieht sich bis zur Analgegend ein roter (etwa dem ››Oekerigrot« des Rép. Coul. 101. 2—3 entsprechender) Streifen hin. der 2 mm breit ist; beim konservierten Material ist er hellbraun getönt (Abb. 1). Unterseite kohlschwarz mit großen krapproten (Rép. Coul. 86. 3—4) Flecken; Hand und Fußflächen ebenfalls rot; Kehle schwarz mit je einem — offenbar konstant auftretenden — roten Fleck am Unterkiefer. unterhalb des Mundwinkels. Beim Alkohol-Material sind die roten Flecken weißlieh.</p><p>Bemerkungen. Die ubrigen von mir untersuchten Stneke dieses Frosches zeigten keine Almeichungen vom Typus: auch in der Farbung und Zeichnung war die Variabilitat gering: alle hatten einen roten Dorsalstreifen.</p><p>Dendrophryniscus stelzneri dorsalis ist durch seinen schlankeren Habitus und die abweichende Färbung von der Nominatform recht auffallig verschieden; dioso wird dureh dorsalis in Sudbrasilien offenbar vertreten. Ob die von MIRANDA RIBEIRO (Arch. Mus. Nac. Rio de Janeiro. Vol. 27. p. 175. 1926) als Atelopus stelzneri von Rio Grande do Sul (ltaquy) erwahnten Frösche zu der Nominutform oder zu dorsalis gchören. kann auf Grund ihrer Beschreibung nicht entschieden werden; wie aus einer Mitteilung GLIECHS hervorgeht. kommen aueh dorsalis -Stucke ohne einen hellen Rüekenstreifen var. Beim Vergleich des vorliegenden Materials von dorsalis mit einem topotypischen Stück von Dendrophryniscus moreirae fallen wiederum der schlankere Habitus sowie die langeren Gliedmaßen des ersteren auf; außerdem ist zu beınerken. daß bei dorsalis die beiden Metatarsaltuberkel wesentliech starker ausgebildet sind als bei moreirae: soweit ich unterrichtet bin. fehlt bei moreirae ein heller Dorsalstreifen stets.</p><p>R. GLIESCH. der Sammler des hier bechriebenen Materials. das ieh der gütigen Vermittlung meines Freundes Dr. W. WOLTERSTORFF in Magdeburg verdanke, macht über diesen interessanten kleinen Froschlurch an einer schwer zuginglichen Stelle (Unsere Kröten und Frösche in: Koseritz-Kalender 1928, Porto Alegre 1927) folgende Mitteilung: »Zu den Brachycephaliden gehört ein Fröschchen von krötenähnlichem Außeren, das man in Torres haufig des Spätnachmittags und Abends im Grase findet. Es ist der schwarzrote Krötenfrosch ( Atelopus stelzneri WEYENB. var. formosa).« Zu bemerken ist, daß die Bezeichnung » formosa « in die Synonymie der Nominatform fallt.</p></div>	https://treatment.plazi.org/id/03F74E48E7361D18FF24B953FA7B115E	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Mertens, Robert Von	Mertens, Robert Von (1933): Zugleich Organ der Deutschen Zoologischen Gesellschaft. In: Über zwei südamerikanische Froschlurche der Gattungen Dendrophryniscus und Gastrotheca. Zoologischer Anzeiger: 257-260, DOI: 10.5281/zenodo.23066497
