Psychinae

Hauser, E., 2014, Die " Seelchen " Oberösterreichs mit Angaben zur Determination und Taxonomie (Lepidoptera, Psychidae), Linzer biologische Beiträge 46 (2), pp. 1041-1086: 1054

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5306971

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/039EEA39-B344-C837-F5A5-FD492D52A508

treatment provided by

Marcus

scientific name

Psychinae
status

 

5 Unterfamilie Psychinae  

Die Puppe schiebt sich vor dem Schlüpfen des Weibchens zwar an die Hinteröffnung des Sackes, verbleibt aber im Inneren. Nur die sogenannte Kopf-Brust-Platte am Vorderende der Puppe ist nach dem Schlüpfen aussen zu sehen. Das Weibchen ist flügellos und klammert sich am Sack an, wo es das Männchen erwartet. Dabei ist bei Bacotia   der Ovipositor ähnlich wie z.B. bei Dahlica ausserhalb des Sackes ausgestreckt, bei den übrigen Gattungen hingegen wird dieser beim Schlüpfen nicht aus der Puppenhülle gezogen und das Weibchen sitzt dadurch rund eingekrümmt auf dem Sack. Die Anlockung des Männchens geschieht über Sexuallockstoffe (Pheromone), die – wie auch bei den bisher besprochenen Unterfamilien – vermutlich am Hinterende des Weibchens produziert und abgegeben werden (vgl. DIERL 1973). Kopula am Sack des Weibchens, wobei – ausser bei Bacotia   – die Flügel des Männchens über das Weibchen gebreitet werden ( HAUSER 1991b). Die Ablage aller Eier erfolgt in die Puppenhülle des Weibchens unter Beimengung von Analwolle.

An den Rändern einer Waldlichtung im Wolfenerwald (Umg. Enzengarn) bei Steyr konnten alle fünf in OÖ nachgewiesenen Arten der Psychinae   gefunden werden (Biotop 5 bei HAUSER 1989b).

Die dunkelbraunen bis fast schwarzen Flügel der Männchen weisen einen starken Glanz auf, sodass sie beim Fotografieren mit dem Blitz stark reflektieren und dann entsprechend zu hell bzw. fleckig abgebildet werden. Dies kommt auch bei den Dahlicini   und bei Taleporia   vor.