Stenus perarmatus, Puthz, 2014

Puthz, V., 2014, Neue und alte neotropische Stenus-Arten (Coleoptera, Staphylinidae) 339. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, Linzer biologische Beiträge 46 (2), pp. 1671-1736: 1705-1706

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5311846

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03ACAD55-3D21-FFC4-FF52-90F8DDE0FA4A

treatment provided by

Marcus

scientific name

Stenus perarmatus
status

nov.sp.

Stenus perarmatus   nov.sp. ( Abb. 92, 94 View Abb , 96-99 View Abb )

T y p u s m a t e r i a l: Holotypus () und 1 - Paratypus: COSTA RICA: San José Prov. , 2,4 km ENE San Gerardo de Rivas, Cloudbridge Reserve, Rivertrail, 1750m, 9 o 28‘37‘‘N, 83 o 34‘20‘‘W, pyrethrum fogging hanging vines and dead leaves, 10.VI.2004, Ashe et al GoogleMaps   .- Paratypen: 1: wie Holotypus, treefall litter; 1: ibidem, rotting elephant ear plant leaves, 9.VI.2004; 1, 1: ibidem, treefall litter, 9.VI.2004, idem.- HT und PTT im KSEM, 2 PTT in cP GoogleMaps   .

B e s c h r e i b u n g: Makropter, schwarz, ziemlich glänzend, grob und dicht punktiert, Beborstung kurz, anliegend. Kiefertaster gelb. Fühlerbasis gelb, Keule leicht gebräunt. Beine rötlichgelb, Tarsengliedspitzen angedunkelt. Clypeus schwarz, Oberlippe dunkelbraun, dicht beborstet. Abdomen seitlich ungerandet, Tarsen gelappt.

L ä n g e: 4,8-6,0mm (Vorderkörperlänge: 2,4-2,5mm).

PM des HT: HW: 41; DE: 25; PW: 29; PL: 39; EW: 38; EL: 39; SL: 31.

Männchen: Schenkel wenig gekeult. Metasternum flach gewölbt, grob und sehr dicht auf glänzendem Grund punktiert. Vordersternite in der hinteren Mitte etwas weitläufiger als an den Seiten punktiert, 7. Sternit in den hinteren zwei Dritteln flach eingedrückt und daselbst fein und dicht punktiert und beborstet, Hinterrand sehr flach ausgerandet. 8. Sternit mit dreieckigem, im Grunde gerundetem Ausschnitt etwa im hinteren Drittel bis Viertel des Sternits. 9. Sternit seitlich lappig erweitert, im hinteren Fünftel stark verengt und daselbst in seinen asymmetrisch ansetzenden ruderblattähnlichen, aufrecht stehenden Lappen verlängert ( Abb. 92 View Abb ). 10. Tergit ( Abb. 98 View Abb ). Aedoeagus ( Abb. 99 View Abb ), Medianlobus dreieckig zugespitzt, mit langer, stark sklerotisierter Tube (ausgestülpt: Abb. 94 View Abb ); Parameren kaum länger als der Medianlobus, an ihren Spitzen kurz löffelförmig erweitert und daselbst mit etwa 20-24 mässig langen Borsten.

W e i b c h e n: 8. Sternit am Hinterrand kurz abgestutzt, in der Mitte leicht konkav. Valvifer ( Abb. 97 View Abb ). 10. Tergit ( Abb. 96 View Abb ).

Kopf breiter als die kleinen Elytren, Stirn sehr breit, leicht konkav eingesenkt, Mittelteil kaum von den Seitenteilen abgesetzt, unterhalb des Niveaus der Augeninnenränder liegend; Punktierung grob und – bis auf die geglätteten Antennalhöcker, gleichmässig dicht, mittlerer Punktdurchmesser fast so gross wie der apikale Querschnitt des 2. Fühlerglieds, Punktzwischenräume viel kleiner als die Punktradien. Fühler sehr lang, zurückgelegt überragt mindestens das 11. Fühlerglied den Hinterrand des Pronotums, vorletzte Glieder fast doppelt so lang wie breit. Pronotum viel länger als breit, knapp hinter der Mitte am breitesten, von dort seitlich nach vorn fast gerade, nach hinten sehr flach konkav verengt; keine Eindrücke; Punktierung etwas gröber als auf der Stirn, auch gleichmässig, sehr dicht. Elytren klein ("brachypteroid"), leicht trapezoid, gut so lang wie breit, Schultern schräg, Seiten lang gerade erweitert, im hinteren Drittel kräftig eingezogen, Hinterrand tief rund ausgerandet; keine deutlichen Eindrücke; Punktierung noch gröber als am Pronotum. Am zylindrischen Abdomen sind die basalen Quereinschnürungen der ersten Segmente sehr tief, das 7. Tergit trägt am Hinterrand einen deutlichen Hautsaum; auf den vorderen Tergiten sind die Punkte gut so gross wie der grösste Querschnitt des 3. Fühlergliedes (also etwas weniger grob als auf der Stirn), seitlich sind die Punktabstände nicht ganz so gross wie die Punktradien, in der Mitte können sie Punktgrösse erreichen; auf dem 7. Tergit sind die Punkte etwa so gross wieder basale Querschnitt des 3. Fühlerliedes, ihre Abstände punktgross oder wenig kleiner. An den sehr schlanken Beinen sind die Hintertarsen drei Fünftel schienenlang, ihr 1. Glied ist fast so lang wie die drei folgenden Glie- der zusammengenommen, erheblich länger als das Klauenglied, 3. und 4. Glied sind gelappt. Der Vorderkörper ist netzungsfrei, das Abdomen deutlich genetzt.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört in die Gruppe des S. aculeatus SHARP ( PUTHZ 1977)   . In meiner Bestimmungstabelle der Arten dieser Gruppe muss sie bei Leitziffer 12 eingeordnet werden. Von S. armatus SHARP   , dessen Männchen ein ähnlich auffälliges 9. Sternit besitzt ( Abb. 91 View Abb ), unterscheidet sie sich sofort durch ihre "brachypteroiden" Elytren und die Netzung des Abdomens.

E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art bezeichnet die aussergewöhnliche Auszeichnung des 9. Sternits des Männchens (Lat. perarmatus = auffällig bewehrt).

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Coleoptera

Family

Staphylinidae

Genus

Stenus