Hippobosca equina (LINNAEUS, 1758) Pferdelausfliege, Pferdelausfliege

Schedl, Wolfgang, 2018, Beitrag zur Lausfliegen-Fauna an Säugetieren von Kärnten und anderen Bundesländern Österreichs (Insecta: Diptera, Hippoboscidae), Linzer biologische Beiträge 50 (2), pp. 1283-1293: 1286

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5275133

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03C0CB3D-FFAC-B767-FF17-BA79DCF001D5

treatment provided by

Marcus

scientific name

Hippobosca equina (LINNAEUS, 1758) Pferdelausfliege
status

 

Hippobosca equina (LINNAEUS, 1758) Pferdelausfliege   (KL 3-5 mm, Fl 7-9 mm)

W i r t e: Equus caballus   , Equus asinus   , Bos taurus   domesticus ( BÜTTIKER, 1994)

inklusive Ponys (COLYER & HAMMOND 1951).

B i o l o g i e: Eine monoxene Art, Überläufer an Hausrind, Esel, Hasen und Hunden,

kann auch den Menschen stechen und fliegt auch an künstliches Licht ( LECLERCQ 1963).

In Mitteleuropa wenig bekannt, etwas siehe EICHLER (1939) und LECLERCQ (1963), sonst in BEQUAERT (1953-57), noch häufiger in südlichen Ländern. Bei Pferden sitzen diese

Ektoparasiten meist unter dem Schwanz und in der Analgegend, auch an anderen Körper-

stellen, wo die Wirte diese nicht abstreifen können. Die ♀♀ bringen im Laufe ihres Lebens etwa 5 verpuppungsreife Larven zur Welt, die Puppen (Abb. 1) überwintern in der Boden-

streu, man kennt sogar die Kotformen der Imagines ( HASE 1939). Flugzeiten der Imagines in Tschechien auf Weiden von Juli bis Oktober (POVOLNY & ROSICKY 1955). Die Imagines sind stark sklerotisiert und nur schwer abzutöten (Gummifliegen!), bei starkem Befall können Pferde ganz unruhig herumlaufen (COLYER & HAMMOND 1951).

A l t e N a c h w e i s e

Niederösterreich: nördliche Voralpen : 1 Ex., Almsee, leg. Czerny   ; Kleinzell , 11 Ex., 2.- 28.8.1895, leg. Becher   ; 4 Ex., Hainfeld, leg. Bergenstamm, Juni-Juli 1880; 2 Ex., Hainfeld, 8.8.1895, leg. Mik, alle in NHMW ( FRANZ 1989 View Materials )   ;? Ex., NÖ: Gutenstein, in MORGE (1974) alle in SNMBAA.

Kärnten:Bisher kein Exemplar dokumentiert. Frau Lisa Jost (dzt. Spittal a.d.Drau) soll vor einigen Jahren mehrere H. equina   -Exemplare von ihren Rössern gefangen haben, die Exemplare sind derzeit im KLM nicht auffindbar.

N e u f u n d e:

Kärnten: 1 Ex., Austria / Carinthia, Schütt-Buchriegel , E-Graben, 660 m, 18.8.2011, 13.688106E / 46.580203N, keine Pferde in unmittelbarer Umgebung, leg. Dr. C. Wieser KLM, det. W. Schedl 2018 GoogleMaps   ; 2 Ex., Austria / Carinthia, Wimitz-Pirka , 760 m, 9.7.2012, 14.371185E / 46.832883N, leg. Dr. C. Wieser KLM, det. W. Schedl 2018 GoogleMaps   ; 2 Ex., Austria / Carinthia, Unterbergen SW, St. Veith / Glan , 480 m, September 2012, auf Equus   , leg. A. Truck, 46.443706N / 14.203339E, in KLM, det. W. Schedl 2018 GoogleMaps   ; 3 Ex., Austria / Carinthia, Wimitz-Pirka, 760 m, 8.6.2013, nahe einer Pferdeherde , leg. Dr. C. Wieser KLM, 14.371185E / 46.832889N, in KLM, det. W. Schedl 2018 GoogleMaps   .

Salzburg: Ganz rezent sind zahlreiche Nachweise (Weibchen und Männchen) an weidendem Vieh an Eutern und in Augennähe auf der Cerlinger Wirtsalm, 1050-1450 m, von Ende Juni bis Anfang September 2016 und 2017 in litt. 17.9.18 von Herrn PD. Dr. Dr. St. Rehbein (Rohrdorf, Bayern) anlässlich eines parasitologischen Fachgespräches an der Veterinärmedizinischen Universität Wien 2018.

Allgemeine Verbreitung: Es handelt sich um eine paläarktische Art, verschleppt auch in die afrotropische Region, in Mitteleuropa früher in vielen Staaten nachgewiesen (THEODOR & OLDROYD 1964), derzeit in vielen Ländern eine grosse Seltenheit, manchmal bei Zollstationen und Schlachthäusern z.B. in der Schweiz (BÜTTIKER 1964).

NHMW

Naturhistorisches Museum, Wien