Perilitus aciculatus, Haeselbarth, 2008

Haeselbarth, E., 2008, Zur Braconiden-Gattung Perilitus NEES 1818 3. Beitrag Die Arten ohne ausgebildetem ersten Cubitus-Abschnitt (Hymenoptera, Braconidae), Linzer biologische Beiträge 40 (2), pp. 1013-1152: 1032-1033

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5429994

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03F23953-FF87-FF85-00ED-E6A0FE70FD6D

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Perilitus aciculatus
status

nov.sp.

Perilitus aciculatus   nov.sp. ( Abb. 1-5 View Abb )

: Vorderflügel reichlich 3 mm lang, der Körper ein wenig kürzer, die Antennen ( Abb. 1 View Abb ) ein wenig länger, mit 22 (1), 23 (2) oder 25 (3) Gliedern, ihre Geissel zur Basis und zur Spitze nur wenig verschmälert; das zweite Geisselglied 2,5 bis 3 mal so lang wie breit, das erste etwas schlanker und ungefähr gleich lang wie das zweite, die subapikalen Glie- der ca. 1,3 mal so lang wie breit. – Kopf ungefähr doppelt so breit wie lang, die Schläfen hinter den Augen sogleich gerundet verschmälert. Ocellen klein, POL viel kürzer als OOL, die Augen nicht sehr gross, ihr kleiner Durchmesser kaum grösser als die Schläfenbreite. Scheitel und Stirn glatt, die letztere nur nahe der Antennensockel mit schwachen Runzeln. Gesicht ( Abb. 2 View Abb ) quer, mässig konvex, sehr dicht und relativ kräftig körnigrunzlig. Clypeus ziemlich breit, sein Vorderrand flach gerundet, glatt und breit aufgebogen, darüber runzlig punktiert, doch diese Skulptur gröber und weniger dicht als die des Gesichts; der Clypeus daher glänzender. Wangenfurche ein wenig kürzer als die Breite der Mandibelbasis, etwas länger als die Entfernung der Clypealgrübchen von den Augen. Labialpalpen sehr kurz, vielleicht nur 2-gliederig. Occipitalcarina fast stets ganz vollständig.

Pronotum dicht körnig-runzlig, die krenulierte Querfurche seitlich in der allgemeinen Runzelung aufgehend. Notauli stark krenuliert, auf dem gemeinsamen Runzelfeld – das hinten abgestutzt ist – durch ein feines Längskielchen voneinander getrennt. Mesoscutum auf dem Mittellobus runzlig haarpunktiert (viel unregelmässiger als bei M. lobodenkoi   ), auf den Seitenloben glatt. Praescutellarfurche mit Mittelkielchen und undeutlichen und schwachen Seitenrunzeln. Scutellum glatt, mit breitem Endgrübchen. Sternauli ( Abb. 3 View Abb ) breit und flach, dicht runzlig, die Mesopleuren darüber mit einer, nach hinten dreieckig verbreiterten glatten Zone, darüber wieder ziemlich dicht runzlig. Sternalfurche tief, nach hinten nicht verbreitert, fein krenuliert. Metapleuren und Propodeum feinwabig gerunzelt, Leistchen sind dazwischen höchstens angedeutet, das Propodeum hinten deutlich ausgehöhlt, im Profil nicht so scharf gewinkelt wie bei M. lobodenkoi   . – Im Vorderflügel ( Abb. 4 View Abb ) entspringt der Radius etwas hinter der Mitte des Stigmas, die Radialzelle ist kurz und breit, der Metakarp meist deutlich kürzer als das Stigma. – Hinterhüften vor allem oben chagriniert-runzlig oder auch stellenweise diagonal gestrichelt; manchmal sind sie auch nur leicht gerunzelt und etwas glänzend. Die Hinterfemora sind ungefähr 6 mal so lang wie breit, die Längen von Femur: Tibia: Tarsen der Hinterbeine verhalten sich wie 1: 1,4: 1.2.

Erstes Hinterleibstergit ( Abb. 5 View Abb ) ca. 0,8 mal so lang wie die Hinterfemora, 1,5-2 mal so lang wie hinten breit, 6-7 mal so lang wie an der schmalsten Stelle, die Stigmen deutlich hinter der Mitte gelegen. Die Oberfläche des Postpetiolus ist dicht und recht gleichmässig längsgestrichelt; diese Strichelung reicht weit nach vorn und entspringt dort aus wenig eingesenkten Ecken, die den Dorsopen mancher anderer Arten entsprechen. An der Seite des Petiolus befindet sich vorn eine kleine schwache Einsenkung (Glymma?). Legebohrer relativ kurz, etwas ventrad gebogen, von kräftiger Basis aus allmählich zugespitzt, seine Scheiden etwa so lang wie die Hinterfemora.

Grundfärbung dunkel, das Mesosoma grösstenteils schwarz, die Propleuren, Teile des Hinterleibs und die Bohrerscheiden dunkelbraun, der Kopf zum grössten Teil gelbbraun; Stirn, Scheitel, Hinterhaupt und Antennen (ausgenommen ihre Basis) dunkel, Tegulae und Beine gelbbraun, die Tarsen, vor allem die hinteren, etwas dunkler, die hinteren Hüften, und zum Teil die mittleren, dunkel. Flügelgeäder braun.

und Wirt sind unbekannt.

Holotypus:, Irland, Aviemore, El. 5.8.46, P. Harwood. " aethiops AWS   " (Washington). - Paratypen: Aus Irland, Coll. Stelfox (Washington, München): 1, Glenasmole, Co. Dublin. AWS (2) 2.7.42. - 1, "76. Perilitus cerealium Hal., G.T. Lyle, 1926   ", "Remounted by AWS, 7.1.1951 ". - 1, (2) Curracloe, Co. Wexford, 16.7.37. - 1, Cerne. Valley, DT (1) 19.5.50. "aciculatus sp.n. type, AWS. 15.1.52" (in der Handschrift Stelfox'). - 1 Blessington, Co. Wicklow, (1) 15.6.41. "agrees with secalis Thoms.   ". Ausserdem (keine Paratypen): 1, "Coll. Förster, don. Mayr" (Wien) sowie 1 mit etwas längerer Radialzelle aus Bulgarien, coll. Zaykov, Rodopi, Avren, 18.5.197 8, leg. Zaykov (Leiden).

Diese Art ist u.a. durch die Runzelung der Hinterhüften, die ausgedehnte Runzelung von Pronotum und Mesopleuren, die vollständige Occipitalcarina und die hinter den Augen sogleich verschmälerten Schläfen charakterisiert. Gleichwohl erfordert ihre Bestimmung ein sorgfältiges Studium.