Metangela spinata LANE, 1955

Mohrig, Werner & Menzel, Frank, 2014, Revision der neotropischen Trauermücken - Teil I. Die Gattungen Cratyna WINNERTZ, Euricrium ENDERLEIN, Metangela RÜBSAAMEN, Pseudosciara SCHINER und Sciara MEIGEN (Diptera: Sciaridae), Beiträge Zur Entomologie = Contributions to Entomology 64 (1), pp. 135-190 : 158-159

publication ID

https://doi.org/ 10.21248/contrib.entomol.64.1.135-190

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/03F2867B-FFE9-FFB6-FF53-5511FE75FA85

treatment provided by

Felipe

scientific name

Metangela spinata LANE, 1955
status

 

Metangela spinata LANE, 1955 View in CoL restit.

( Fig. 14 View Fig a-c)

Locus typicus: Estado de São Paulo, Município de Salesópolis, »Boracéa« [= Boracéia] ( Brasilien).

Holotypus: ♂, Reg.-Nr. 7720, November 1947, leg. LANE ( MZSP) [nicht untersucht!] .

Paratypen: 1 ♂, vom locus typicus, November 1947, leg. RABELA-TRAVASS ( MZSP) ; 1 ♂, Reg.-Nr. 7721, Estado de São Paulo, Juquiá ( Brasilien), Juli 1947, leg. LANE ( MZSP) .

Weiteres Material: 1 ♂, Brit. Mus. 1938-40, »Nova Teutonia, 27°11'B. 52°23'L.« [= Estado de Santa Catarina, Nova Teutônia , 27°11'S 52°23'W] ( Brasilien), 16.12.193 7, leg. PLAUMANN ( MZSP) GoogleMaps ; 1 ♀, Estado de São Paulo, São Paulo, Jaraguá ( Brasilien), November 1951, leg. LANE ( MZSP) .

Erhaltungszustand: Einer der beiden Paratypen war fälschlich als »Holotipo« etikettiert. Von den beiden untersuchten Paratypen sind Kopf, Fühlergeisselglie- der, Thorax, Beine und einige Abdominalsegmente mit Hypopygium erhalten. Die Flügel sind in gutem Zustand (umpräpariert in Kanadabalsam; 3 Präparate). Ausserdem lagen noch 1 ♂ und 1 ♀ aus dem MZSP vor (siehe weiteres Material; umpräpariert in Euparal). Beim ♂ fehlen beide Flügel und zwei Beine. Auch das ♀ ist nur noch unvollständig erhalten [ein Flügel und zwei Beine fehlend].

Literatur: Metangela spinata LANE – LANE (1955): 256 und 259-260; Fig. 3 View Fig ; – AMORIM (1992): 62 [als Synonym zu Met. calliptera RÜBSAAMEN ]; – VILKAMAA & HIPPA 2004: 4, 8, 21 und 23-24.

Redeskription: ♂. Kopf: rundlich und dunkelbraun. Augenbrücke 3 bis 4-reihig. Fühlergeisselglieder lang und schlank, mit kurzen Halsteilen; Scapus und Pedicellus deutlich gebräunt; 1. und 2. Geisselglied gelblich aufgehellt; 4. Fühlergeisselglied 3,0 bis 3,2 mal so lang wie breit; Halsteil scharf abgesetzt und einfarbig dunkel, etwas kürzer als 0,2 mal so lang wie das Basalteil; Basalteil hellbraun behaart und mit sehr kurzen, feinen Sensillen; Behaarung so lang wie die Gliedbreite, etwas anliegend; Haare auf kreisrunden Insertionsstellen sitzend, die durch feine Gitterlinien verbunden sind. Palpen 3-gliedrig und schlank; Grundglied mit 3 bis 4 kräftigen Borsten und mit unberandetem Sensillenfeld. Thorax: dunkelbraun; Mesonotum ohne dichten Mikrotrichienbesatz, lediglich kurz und fein behaart; Katepisternit hoch-dreieckig; Scutellum mit mehreren längeren Randborsten; alle Pleuralsklerite einschliesslich Scutellum und Mediotergit pelzartig-dicht mit langen Mikrotrichien besetzt [nur Spitze des Katepisternits fast nackt]. Flügel an der Spitze und unterhalb der CuA 2 leicht angedunkelt, aber nicht deutlich dunkel gebändert; Flügelmembran und hintere Flügeladern vollständig mit Makrotrichien besetzt [nähere Beschreibung siehe beim ♀]; R 1 lang, = 0,8 bis 1,0 R; C = 3/5 w; y = 1,4 x, y vollständig und x distal mit 2 Makrotrichien; M-Stiel sehr lang, = 1,8 mal so lang wie die s-förmig geschwungene M 2; M-Gabel sehr kurz und breit, deutlich zum Flügelhinterrand gebogen; CuA-Stiel lang, = 1,3 x und ohne Makrotrichien; CuA 1 leicht und CuA 2 stark zum Flügelhinterrand gebogen; CuP lang und deutlich sklerotisiert. Halteren kurz gestielt und gebräunt. Coxen und Beine lang und schlank; Coxen und obere 2/3 der Femora gelblich, unteres Drittel der Femora und Fussglieder gebräunt; Tibienfleck der p 1 bogenförmig berandet, mit unregelmässig einreihigem Borstenkamm; Tibiensporne der Mittelbeine gleichlang, etwa so lang wie die Tibienspitze breit. Klauen deutlich gezähnt, mit schlanken Nebenzähnchen. Abdomen: deutlich heller als der Thorax, hell-bräunlich; die letzten 2 Abdominalsegmente und das Hypopygium dunkler; ventrale Genitalbasis ohne interkoxale Differenzierung; Gonocoxite deutlich länger als die Gonostyli, basale Hälfte der ventralen Innenseiten länger und dichter behaart als in der Spitzenhälfte; Gonostyli kurz und kompakt, etwa 2,0 mal so lang wie breit; Gonostylus basal breit und apikal stark verschmälert, mit schmal gerundeter Spitze und dichter Beborstung; ventrale Innenseite etwas ausgehöhlt, mit 4 hyalinen Dornen und 2 bis 3 längeren Geisselhaaren [1 oder 2 davon in der oberen Hälfte sehr lang]; Genitalplatte breiter als hoch und deutlich sklerotisiert, apikal breit gerundet. Aedeagus kräftig und lang, mit kurztrichterförmiger Basis; Zähnchenfeld klein, kaum sichtbar. Grösse: 2,7-3,0 mm.

♀. Augenbrücke 3 bis 4-reihig; Geisselglieder deutlich kürzer als beim ♂; 4. Fühlergeisselglied 2,6 mal so lang wie breit; längere Behaarung auf dem Basalteil 3/4 mal so lang wie die Gliedbreite; kürzere Behaarung und feine Sensillen mit deutlichen Insertionshöfen; Halsteil sehr kurz, nur 0,1 mal so lang wie das Basalteil. Beine länger, mit grob gezähnten Klauen; Coxen und obere Hälfte der Femora gelblich, untere Hälfte der Femora und Fussglie- der gebräunt. Flügel grösser; R 1 lang, = 0,9 R; R 5 im Spitzendrittel mit beidseitigem Makrotrichienbesatz, im weiteren Verlauf bis zur Mitte vereinzelt mit ventralen Makrotrichien und ab der Mitte nur noch mit einseitig dorsalem Makrotrichienbesatz; Flügelmembran beidseitig mit langen Makrotrichien besetzt; hintere Flügeladern mit dichtem Makrotrichienbesatz [M-Stiel, M 1 und M 2 über die ganze Länge beidseitig beborstet; CuA 1 und CuA 2 einseitig dorsal beborstet und nur noch in Nähe des Flügelrandes mit 3 bis 4 ventralen Makrotrichien]; CuP deutlich ausgefärbt, nur einseitig dorsal mit einer Makrotrichienreihe; M-Stiel sehr lang, fast 2,0 mal so lang wie die s-förmig geschwungene M 2; M-Gabel sehr kurz, breit und stark gekrümmt; y = 1,5 x; x nackt und y vollständig beborstet; CuA-Stiel lang, = 1,3 x; C = 3/ 5 w. Abdomen länger und kräftiger dunkel beborstet; alle anderen Merkmale wie beim ♂. Grösse: 3,8 mm.

Bemerkungen: Met. spinata LANE ist von AMORIM (1992) fälschlich als Synonym von Met. calliptera RÜBSAAMEN betrachtet worden. VILKAMAA & HIPPA (2004) verwenden den ursprünglichen Namen wie in der Originalbeschreibung [unter Nichtbeachtung der vorgeschlagenen Synonymie bei AMORIM (1992) und in Unkenntnis über die artliche Verschiedenheit zu Met. calliptera RÜBSAA- MEN]. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine andere Art, so dass der Name » spinata LANE « hier wieder eingesetzt wird. Met. spinata LANE unterscheidet sich von Met. calliptera RÜBSAAMEN durch die kurzen und basal breiten Gonostyli mit andersartiger Bedornung, die langen Fühlergeisselglieder, die ungebänderte Flügelmembran und durch den vollständig mit Makrotrichien besetzten y-Abschnitt.

MZSP

Sao Paulo, Museu de Zoologia da Universidade de Sao Paulo

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Diptera

Family

Sciaridae

Genus

Metangela

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