Protoribates divergens, Mihelcic, F., 1955

Mihelcic, F., 1955, Neue Milbenarten aus Kärnten, Zoologischer Anzeiger 155, pp. 87-90: 89-90

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.6285990

DOI

http://doi.org/10.5281/zenodo.6285990

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/080E3DB6-99D1-6E2B-088D-1D648B3711C9

treatment provided by

Thomas

scientific name

Protoribates divergens
status

n. sp.

Protoribaes divergens   n. sp.

Nachdem mir die Arbeit Willmanns "Neue Milben aus den östlichen Alpen" (1953) in die Hände gekommen ist, kann ich nun die den von mir in Goeltschach bei Maria Rain ( Kärnten) festgestellte Art GoogleMaps   , die ich für die von Willmann beschriebene P. austriacus   Willmann hielt, klar begrenzen und als neue, von der genannten Art unterschiedliche beschreiben.

In der Größe stimmen beide Arten mehr oder weniger überein; die von mir gefundene mißt in der Länge zwischen 400 µ und 410 µ und in der Breite zwischen 200 µ und 210 µ. Das Verhaeltnis ist also fast 1:2.

Rostrum ist vorne gerundet. Die Lamellen reichen weit nach vorne und tragen (ohne Cuspis) die nicht bis zur Spitze der Rostralhaare ragenden Lamellarhaare. Diese sind eigentlich als kurz zu bezeichnen. Die Interlamellarhaare liegen im ersten Drittel der Lamelle, d. h. an der Grenze des I. und II. Drittels; hier weisen die Lamellen eine kurze Verbreiterung, in welche die Interlamellarhaare zu liegen kommen, auf.

Vom Organum laufen nach rückwärts bei einigen Exemplaren breitere, nach innen hakenartig gebogene Leisten (Abb. 2 a), bei anderen aber aus schmalen Leisten zusammengesetzte Leisten (Abb. 2 c und d). Eine Grenzlinie fehlt.

Das Organum ist becherförmig; es wird von der Lamelle umfasst, Sensillus ist bei der Form a kolbig, bei der Form b dick spindelfoermig und hat eine Spitze. In beiden Fällen aber schwach seitwärts gebogen und dann nach vorne gerichtet.

Hysterosoma ist länglich; Pteromophen sind etwa 51 µ breit und 75-90 µ lang. Am Hysterosoma sind vier Reihen von langen, dünnen Borsten; die erste Reihe reicht bis zur fehlenden Grenzlinie. Die Außenbonste liegt nahe an der Pteromorphe.

An der Tibia des ersten Beinpaares sehen wir eine lange, gerade, seitwärts gerichtete Borste (Solenidion 1); am Tarsus aber ein gekrümmtes Solenidion, neben ihm eine gerade Borste und noch zwei weitere Borsten.

Die Art unterscheidet sich von P. austriacus   Willm. dadurch, daß die Lamellen keine chitinisierte Fläche an ihrer Innenseite besitzen, sondern nur eine kleine Verbreiterung, in der die Interlamellarhaare zu liegen kommen; dann sind bei meiner Art die Lamellarhaare kurz oder wenigstens erreichen sie nicht die Spitzen der Rostralhaare, wie es bei P. austriacus   der Fall ist; Sensillus ist kolben- oder dickspindelförmig und immer noch vorne gerichtet; am Rücken sind vier Reihen von je 6 dünnen Borsten zu sehen. Von diesen steht das erste Außenpaar in der Höhe des Innenpaares und nahe an den Pteromorphen.

Meines Erachtens ist die Selbständigkeit der Art dadurch genuegend begründet.