Brachychthonius horridus Selln.

K. - H. Forsslund, 1958, Notizen über Oribatei (Acari). II, Entomologisk Tidskrift 79, pp. 75-86: 80

publication ID

ORI10041

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/15AEF5B4-EFB0-5CB6-53D5-2AFEB51A6613

treatment provided by

Thomas

scientific name

Brachychthonius horridus Selln.
status

 

[ Brachychthonius horridus Selln.   , syn. B. gisini Schweizer   ]

Abb. 8-10

Die Art Brachychthonius horridus   wurde von Sellnick (1928 p. 23) mit folgenden Worten beschrieben: „Körperhaare längere, schmale, blattähnliche, flache Borsten, die oft am Rande gezähnelt sind; Org. dick spindelförmig, mit kürzeren, dicken, kegelförmi- Dornen besetzt; Inth. ziemlich dicht beisammen. L. 0,185, Br. 0,100 mm." Die Art wurde nicht abgebildet.

Der Typus ist leider verloren gegangen, Dank der Güte Dr. Sellnicks hatte ich jedoch einmal die Gelegenheit, ihn zu sehen, und machte dabei eine ziemlich skizzenartige Zeichnung davon (Abb. 10). Trotz ihrer Mangelhaftigkeit bestätigt diese Zeichnung einige wichtige, in der Diagnose hervorgehobene Merkmale: Die Borsten sind lang und blattähnlich und oft am Rande gezähnelt; es würde vielleicht mehr zutreffend sein, gefranst zu sagen. Nach sowohl Sellnicks Beschreibung als auch meiner Abbildung sollen die Borsten flach sein. Das muss ein Fehler sein, denn die dünnen Randpartien der Borsten der Brachychthonius-Arten   , wenn sie über- vorhanden sind, sind immer mehr oder weniger nach oben geneigt und die ganzen Borsten daher rinnenförmig. - Die Diagnose hebt hervor, dass die Interlamellarhaare dicht beisammen stehen. Dies ist ein wichtiges Merkmal, das die Art von allen anderen mir bekannten Arten der Gattung trennt.

Die von Schweizer (1948 p. 28) beschriebene Art Brachychthonius gisini   zeigt dieselben characteristischen Merkmale wie B. horridus   . Nur sind die Borsten nicht flach, aber, wie oben hervorgehoben, muss es einen Sehfehler sein, dass sie bei horridus   als flach beschrieben sind. Schweizer (l.c.) schreibt, dass die ,,... Kör- nicht flächenartig, sondern körperlich gestaltet sind und zwar so, dass die länglichen, blattspreitenähnlichen Haare seitlich um ihre Längsachse eingerollt sind und nach oben eine schlitzähnliche Öffnung bilden". Unter Umständen kann sicher diese „schlitzähnliche Öffnung " schwer zu sehen sein und die Borsten können daher flach aussehen. Aus diesen Gründen halte ich B. gisini   als ein Synonym von B. horridus   .

Verbreitung. Nach der Literatur ist B. horridus Selln.   (Syn. B. gisini Schweiz.   ) bisher bekannt aus Deutschland: Ostpreussen (Sellnick 1928, Willmann 1931) und NW-Deutschland (Strenzke 1951a), Ungarn (Balogh 1943) und der Schweiz (Schweizer 1948, 1956).