Centaurea angustifolia Schrank

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 452

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/16A5528B-10AB-DD39-C0A9-2293A97657A9

treatment provided by

Donat

scientific name

Centaurea angustifolia Schrank
status

 

Centaurea angustifolia Schrank

( C. amara auct., C. pannonica [Heuffel] Hayek)

Schmalblättrige Flockenblume

Unterscheidet sich von C. Jacea (Nr. 7c) durch folgende Merkmale: 20-150 cm hoch, meist mit weißfilziger Behaarung; Stengel meist bereits unterhalb der Mitte verzweigt, unterhalb der Köpfe reich beblättert; untere Blätter lanzettlich, meist im untern Teil der Pflanze mit wenigen, unregelmäßig fiederartigen Abschnitten, die obern schmal lanzettlich, mindestens 8mal so lang wie breit; die obersten Blätter höchstens 1½ mal so lang wie die Hülle der Blütenköpfe; Hülle der blühenden Köpfe 0,9-1,4 cm dick, länger als dick. - Blüte: Sommer und Herbst ( Blühbeginn fast 1 Monat später als bei C. Jacea Nr. 7c).

Zytologische Angaben. 2n = 44: Material aus Frankreich (Guinochet 1956a, Gardou 1962 1967a), aus Ungarn (Baksay 1958), aus Frankreich und Österreich (Baltardive-Gardou 1970). Die von Guinochet (1956a) und von Gardou (1962) erwähnte Zahl 2n = 22 gehört zu nahe verwandten Sippen.

Standort. Kollin, seltener montan oder subalpin. Nährstoffarme, kalkhaltige, feuchte oder trockene, lehmige Böden. Riedwiesen, Magerwiesen, Bahndämme, Gebüsche.

Verbreitung. Europäische Pflanze: Nordwärts bis Mitteldeutschland und Böhmen; südwärts bis Pyrenäen, Kalabrien und Thessalien; Nordwestafrika (?). - Im Gebiet verbreitet, ziemlich häufig.

Bemerkungen. Der Name C. angustifolia ist hier nur provisorisch gebraucht, da bereits ein alterer gleicher Name von Miller für eine schmalblättrige Sippe von C. montana vorhanden ist. Es muß abgeklärt werden, ob die Sippe identisch ist mit C. gracilior Boreau , dann könnte dieser Name verwendet werden; auch die Identität mit C. pannonica (Heuffel) Hayek ist nicht sicher. Weitere Unterscheidungsmerkmale gegenüber C. Jacea sind nach Baltardive-Gardou (1970): Länge des zentralen Blütenkopfstiels oberhalb der letzten Abzweigung so lang oder länger als der seitliche Blütenkopfstiel, mindestens 2/9 so lang wie die Gesamthöhe (bei C. Jacea kürzer als der seitliche Blütenkopfstiel und höchstens 2/9 so lang wie die Gesamthöhe).