Myricaria germanica (L.) Desv.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Tamaricaceae, Birkhaeuser Verlag : 721

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292251

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/269B9D25-3E59-ABFE-2D35-61A458B5F943

treatment provided by

Donat

scientific name

Myricaria germanica (L.) Desv.
status

 

Myricaria germanica (L.) Desv.

( Tamarix germanica L. , Tamariscus germanicus Scop. )

Deutsche Tamariske

Strauch bis 2 m hoch, mit rutenartigen Ästen. Blätter 2-5 mm lang, 4-6mal so lang wie breit, stumpf oder spitz, am Grunde dem Stengel breit aufsitzend, graugrün, sich oft dachziegelartig überdeckend. Kelchblätter ca. 3 mm lang, 3mal so lang wie breit, vom Grunde an verschmälert, grün, mit hellem Rand, nicht abfallend. Kronblätter oval oder lanzettlich, ca. 4 mm lang, 3mal so lang wie breit, rötlich oder weiß, nicht abfallend. Frucht meist ca. 12 mm lang, grau. Samen braun, ca. 1 mm lang; Stiel des Haarschopfs etwa so lang wie der Same; Haare 5-7 mm lang. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 24: Material aus botanischen Gärten, Embryosackentwicklung untersucht (Zabban 1938), aus Norwegen (Knaben 1950), aus Mittelschweden (Frisendahl 1912 aus Knaben 1950).

Standort. Montan und subalpin, seltener kollin. Flußbegleitender, dominierender Pionier auf schlickhaltigem Feinsand mit dauernd hohem Grundwasserstand und periodischer Überflutung; auch auf Grobsand und Kies, wenn der Grundwasserstand bis an die Oberfläche reicht. Salici-Myricarietum Moor 1958. Wird an solchen Standorten Grobsand und Kies aufgeschüttet, so wird M. germanica nach wenigen Jahren durch Weiden und Sanddorn verdrängt (Moor 1958).

Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: In Skandinavien bis 70° NB (auf den britischen Inseln nicht vorhanden); südwärts bis Pyrenäen, Abruzzen, Gebirge der Balkanhalbinsel und Kleinasiens; ostwärts bis Zentralasien. - Im Gebiet: Alpen und den Flüssen entlang selten bis ins Mittelland, im Jura selten (Neuenburgersee und an der Birs); in der Oberrheinischen Tiefebene wohl überall verschwunden. Allgemeiner Rückgang der Art wegen Flußverbauungen.

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