Artemisia pontica L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 581

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/31046FC2-B180-A280-8521-BDF49B771112

treatment provided by

Donat

scientific name

Artemisia pontica L.
status

 

Artemisia pontica L.

Pontischer Beifuß

Ausdauernd, mit kriechendem, wenig verholztem Rhizom; 40-80 cm hoch; aromatisch riechend. Stengel, besonders oben, kurz graufilzig behaart, aufrecht, kaum verholzt, oft rotbraun. Blätter beiderseits kurz graufilzig behaart, regelmäßig kammförmig 2 - 3fach fiederteilig (die obersten nur einfach fiederteilig oder ungeteilt), 1-4 cm lang, am Grunde mit 2 oft geteilten Zipfeln den Stengel teilweise umfassend; Zipfel der Blätter 0,5-1 mm breit, schmal lanzettlich, mit kurzer, aufgesetzter Spitze. Köpfe im Durchmesser 3-5 mm, kurz gestielt (Stiele graufilzig), nickend, in einer schmalen, verzweigten Rispe. Innere Hüllblätter mit weißem, durchscheinendem, trockenhäutigem Rand, kurz graufilzig behaart. Boden des Blütenkopfes kahl. Blüten gelb, die innern ⚥, die randständigen ♀. Krone kahl. - Blüte: Später Sommer und Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 18: Material aus botanischen Gärten (Weinedel 1928, Kawatani und Ohno 1964), aus Ungarn ( Pólya 1948, Kawatani und Ohno 1964) und aus Polen (Skalinska et al. 1959).

Standort. Kollin. Trockene, steinige, neutrale bis basische Böden in warmen Lagen. Trockenwiesen, Rebberge, Schuttplätze, Mauern.

Verbreitung. Ostmediterrane Pflanze: Westwärts bis Steiermark; nordwärts bis Böhmen und Mittelrußland; ostwärts bis Westasien. - Im Gebiet gelegentlich in Bauerngärten als Heilpflanze kultiviert und verwildert; z. B. Elsaß, Hegau, Westschweiz, Aostatal, südliches Tessin.