Artemisia L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 588-577

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/32A0222D-CD55-3931-E7FE-F7113B9D7A12

treatment provided by

Donat

scientific name

Artemisia L.
status

 

Artemisia L.

Beifuß

1 jährig oder ausdauernd; krautig oder mit verholzten Stengeln; meist aromatisch riechend. Blätter meist fiederteilig oder radiär geteilt (bei A. Dracunculus ungeteilt). Köpfe klein, kugelig bis eiförmig, in einer Traube oder Rispe angeordnet, oft nickend. Hülle zylindrisch bis halbkugelig, fast so lang bis länger als dick, meist nicht dicker als 5 mm (selten bis 8 mm dick). Hüllblätter dachziegelartig angeordnet, die äußern lanzettlich, stumpf oder spitz, die innern oval, am Rande trockenhäutig, stumpf. Boden des Blütenkopfes flach, ohne Spreublätter, kahl oder behaart. Blüten alle röhren- förmig (keine Zungenblüten), entweder alle ⚥ oder die randständigen ♀ und die innern ⚥. Früchte zylindrisch bis eiförmig ( größte Breite im obersten Drittel), in der Längsrichtung meist fein gerillt, 0,8-2 mm lang, hell bis dunkel graubraun, kahl (in der Artengruppe der A. glacialis auch zerstreut behaart), ohne Pappus und ohne gezähnten Rand.

Die Gattung Artemisia umfaßt über 200 Arten, von denen die meisten in den Steppengebieten der nördlichen Halbkugel verbreitet sind. Die eurasiatischen Arten sind nur ungenügend bekannt und sollten gründlich bearbeitet werden. Die Gattung ist weitgehend anemogam ( Windbestäubung). Chromosomengrundzahlen: n = 8, 9 und 17. Über die Evolution der Gattung durch Bastardierung, Dysploidie (abweichende Chromosomenzahlen) und Polyploidie vgl. Ehrendorfer (1964).