Tussilago Farfara L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 472

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/3D7FA66C-3CC0-CD94-C511-F2BD9B8B2F6E

treatment provided by

Donat

scientific name

Tussilago Farfara L.
status

 

Tussilago Farfara L.

Huflattich

Ausdauernd, mit kriechendem Rhizom und langen, unterirdischen Ausläufern; zur Blütezeit 5-15 cm hoch, zur Fruchtzeit bis 30 cm hoch. Stengel nur mit 1 Blütenkopf, hohl, filzig behaart und mit Drüsenhaaren, mit zahlreichen, oft rötlichen bis braunen, kleinen, schuppenförmigen Blättern. Grundständige Blätter erst nach der Blüte erscheinend, im Umriß herzförmig, groß, bis 20 cm lang, beiderseits dicht filzig behaart, oberseits später verkahlend, lederig, am Rande buch- tig eingeschnitten (bis etwa auf 9/10 5-12teilig) und entfernt fein gezähnt; Stiel (frisch) seitlich abgeflacht, an den Seiten glatt. Durchmesser des Blütenkopfes 2-3 cm. Hülle zylindrisch, ca. 1,5 cm lang, aus 1 Reihe Hüllblättern bestehend, außen von kleinen, schuppenförmigen Stengelblättern umgeben. Hüllblätter nach dem Abfallen der Früchte zurückgebogen, etwa 20, alle fast gleich lang, unten filzig behaart, oben rötlich überlaufen. Boden des Blütenkopfes ohne Haare und ohne Spreublätter. Kronen gelb, mit kahler Kronröhre; die randständigen Blüten zungenförmig, sehr zahlreich (bis 300), ♀, ca. 1 cm lang und 0,5 mm breit, die innern ♂. Staubbeutel am Grunde spitz. Früchte zylindrisch, 3-5 mm lang, kahl, unten mit kurzem Stiel und oben mit weißem, gezähntem Rand (Pappusansatzstelle). Pappus aus mehreren Reihen rauher Borsten bestehend, etwa 10 mm lang, weiß. - Blüte: Früher Frühling.

Zytologische Angaben. 2n = 60: Material aus Skandinavien (Langlet 1936, Hagerup 1941, Knaben und Engelskjön 1967), aus Island ( Löve und Löve 1956b), aus dem Kaukasus (Sokolovskaya und Strelkova (1948b), aus Holland (Gadella und Kliphuis 1966), aus Nordfrankreich ( Lévêque und Gorenflot 1969).

Standort. Kollin, montan und subalpin, sehr selten alpin. Feuchte, meist kalkhaltige, tiefgründige, lehmige Böden. Rutschhänge, Kiesgruben, Wegränder, Schuttplätze. Poo-Tussilaginetum Tx. 1931.

Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: Nordwärts in Skandinavien bis 71° NB; südwärts bis Südspanien, Sizilien, Peloponnes, Zypern, Kaukasus; ostwärts bis Westsibirien; in Nordamerika eingeschleppt. - Im Gebiet verbreitet und häufig.