Carduus L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 429

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/4481B38B-058F-B160-0C72-44986BF89010

treatment provided by

Donat

scientific name

Carduus L.
status

 

Carduus L.

Distel

Unterscheidet sich von Cirsium (S. 412) durch folgende Merkmale: Stengel (bei Arten des Gebiets) immer von herablaufenden Blatträndern stachelig geflügelt; Hüllblätter ohne Harzdrüse, im untern Teil oft mit gelben, kugeligen Drüsen; Pappus aus rauhen, nicht federartig behaarten Borsten bestehend.

Die Gattung Carduus umfaßt nach Kazmi (1964a) 111 Arten und hat zur Hauptsache eurasiatisch-nordafrikanische Verbreitung; etwa 20 Arten kommen auch in den ostafrikanischen Tropen vor. Über die Gattung besteht eine Monographie von Kazmi (1963 1964 1964a) mit morphologischen und pflanzengeographischen Angaben. Weitere morphologische Arbeiten (Einteilung in Arten, Unterarten, Varietäten und Formen) von Arènes (1949 Formen) von Arènes (1959). Die Gattung ist morphologisch wenig differenziert und deshalb schwierig zu gliedern. Bastardierungen und Merkmalsintrogressionen sind häufig und erschweren die Abgrenzung der einzelnen Arten, besonders in Gegenden, wo diese Arten nur ruderal auftreten. Eine befriedigende Gliederung der Gattung ist nur auf Grund von Populationsstudien und zytogenetischen Untersuchungen möglich. Chromosomengrundzahlen: n = 8, 9 und 11; dazwischenliegende Chromosomenzahlen sind wohl auf Bastardierungen zurückzuführen.