Dianous nitidicollis, Puthz, 2015

Puthz, Volker, 2015, Neue und alte Steninen aus Thailand (Coleoptera, Staphylinidae) 342. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, Linzer biologische Beiträge 47 (2), pp. 1729-1746 : 1736-1737

publication ID

https://doi.org/10.5281/zenodo.5285057

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/534B87AE-FF8D-091E-FF03-BC63FC2F903C

treatment provided by

Marcus

scientific name

Dianous nitidicollis
status

nov.sp.

Dianous nitidicollis nov.sp. (Abb. 19, 29)

Dianous nitidicollis ROUGEMONT in litteris

M a t e r i a l: Holotypus () und 2, 5 - Paratypen: THAILAND: Chiang Mai Province: Chiang Rai, MaeYao , III.1987, G. M. de Rougemont . Paratypen: 1: Doi Pui , 25.I.1982, idem ; 1: Doi Inthanon National Park: Sob Aeb village , 586m, 18 o 31.793’N, 98 o 36.596’E, sprinkled rocks, 17. XII.2013, O. Betz et al GoogleMaps .; 3, 2: ibidem, Sirithan waterfall, 875m, 18 o 32.582’N, 98 o 34.850’E, on rocks in stream, 17.II.2014, idem GoogleMaps ; 1, 2: ibidem, Wachiratran waterfall, 700m, 18 o 32.239’N, 98 o 31.247’E, rocks and sandy patches, stream close waterfall, 18.II.2014, idem GoogleMaps ; 1: ibidem, idem (D 18) GoogleMaps ; 2, 4: ibidem, Pamon Home Pine Forest , 939m, 18 o 32.467’N, 98 o 34.485’E, on rocks in stream, close waterfall, 18.II.2014, idem GoogleMaps ; 2: ibidem, idem GoogleMaps ; 3, 3: Doi Pha Hom Pok National Park, Tad Mok waterfall, 706m, 20 o 03.775’N, 99 o 16.110’E, under rocks in stream, 27.I.2014, idem GoogleMaps ; 2, 1: Mae Hong Son Province: near Soppong, an grossen Steinen im Bachbett , 9.IV.2001, D. Kovac ..- HT und PTT in coll. de Rougemont (Oxford) , Paratypen im SMF, in EDQSBG, in coll. Tang ( SHNU) und coll. Puthz ( SMNS) .

B e s c h r e i b u n g: Schwarz mit dunkelblauem Metallschimmer, Stirn und Elytren fein beziehungsweise sehr fein, sehr dicht punktiert, Pronotum fast glatt, Abdomen fein und sehr dicht punktiert; Beborstung sehr kurz, anliegend. Fühler braunschwarz. Kiefertaster dunkelbraun. Beine dunkelbraun bis schwarzbraun. Clypeus und Oberlippe blaumetallisch, ziemlich dicht beborstet.

Länge: 6,5-8,3mm (Vorderkörperlänge: 3,7-3,8mm).

PM des HT: HW: 56; DE: 36; LE: 21; LT: 17; PW: 37; PL: 41; EW: 56; EL: 68; SL: 61.

M ä n n c h e n: Beine einfach. Metasternum breit gewölbt und bis auf wenige feine Punkte glatt. Sternite 3-6, abgesehen von einem schmalen Streifen an der Sternitbasis, breit unpunktiert, glänzend, verlöschend genetzt, 7. Sternit in der Mitte fein und sehr weitläufig punktiert, am Hinterrand breit und flach ausgerandet. 8. Sternit mit breitem, flachem Ausschnitt etwa im hinteren Zehntel des Sternits. 9. Sternit am Hinterrand fein gesägt (Abb. 29). 10. Tergit am Hinterrand breit abgerundet. Aedoeagus (Abb. 19), Medianlobus spitzwinklig in eine leicht abgesetzte, wenig breit abgerundete Spitze verengt, dieselbe mit wenigen Borsten; Innenkörper mit proximal stark sklerotisiertem, breitem Innensack; Parameren dünn, viel länger als der Medianlobus, mit 11-14 Borsten.

W e i b c h e n: 8. Sternit am Hinterrand breit abgerundet. Valvifer apikal fein gesägt. 10. Tergit am Hinterrand breit abgerundet.

Kopf etwa so breit wie die Elytren, Stirn sehr breit, in Höhe des Augenhinterrandes breit, flach gewölbt, im vorderen Teil jederseits mit einer tiefen Grube, hinten vor dem Hals ebenfalls kräftig vertieft; Augen relativ klein, wenig länger als die Schläfen; Punktierung gleichmässig fein und sehr dicht, Punkte etwa so gross wie die Facetten am Augeninnenrand, Punktzwischenräume kleiner als die Punktradien; Oberlippe und Clypeus wenig fein, mässig dicht punktiert. Fühler sehr schlank und lang, zurückgelegt überragen die letzten 6 Glieder den Pronotumhinterrand, vorletzte Glieder mindestens dreimal so lang wie breit. Pronotum deutlich etwas länger als breit, knapp hinter der Mitte am breitesten, von dort seitlich nach vorn konisch (fast gerade) verengt, nach hinten deutlich konkav eingeschnürt; die Oberseite ist nahezu gleichmässig gewölbt, in der Hinterhälfte wird jederseits ein wenig tiefer Schrägeindruck deutlich, der eine seitliche, hintere Beule begleitet; meist ist das Pronotum gänzlich unpunktiert, glatt und glänzend, manchmal sind an der Basis wenige Punkte vorhanden oder auf der Scheibe einige winzige Punkte kaum zu erkennen. Elytren subquadratisch, deutlich länger als breit, Schultern eckig, Seiten lang sehr flach konvex, im hinteren Viertel eingezogen, der Hinterrand ist breit, seitlich kurz ausgeschnitten, ausgerandet; der Nahteindruck ist in der Vorderhälfte sehr breit, ein kräftiger Schultereindruck reicht fast bis zur Längsmitte der Elytren, hinter ihm findet sich in der Mitte eine breite Erhabenheit, die in der Hinterhälfte von einem grossen, breiten, flachen Eindruck begrenzt wird: im Gesamteindruck erscheinen die Elytren also leicht uneben; Punktierung in der Nahthälfte sehr fein und sehr dicht, etwas feiner als auf der Stirn, Punktabstände gut so gross wie di Punkte; in der Aussenhälfte sind die Punkte gut so gross wie auf der Stirn, ihre Abstände viel kleiner als die Punkte. Das Abdomen ist seitlich mässig breit bis breit gerandet, die Paratergite sind sehr dicht punktiert, liegen etwa in der Sagittalen, diejenigen des 4. Tergits sind etwa so breit wie der Hinterschienen an ihrer Basis () oder wie die Hinterschienen im Spitzendrittel (), die basalen Querfurchen der ersten Tergite sind sehr tief, das 7. Tergit trägt einen breiten apikalen Hautsaum; die Punktierung ist von vorn bis hinten fein und sehr dicht, ähnlich wie auf der Nahthälfte der Elytren, das 8, Tergit ist gröber und viel weitläufiger punktiert. An den langen, dünnen Beinen sind die Hintertarsen etwa fünf Neuntel schienenlang, ihr 1. Glied ist nicht ganz doppelt so lang wie der Glieder 2-5 zusammengenommen, das 4. Glied ist undeutlich gelappt, die Glieder 2-4 tragen dichte Tarsenschuhe. Nur das Abdomen ist flach genetzt.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört in die Gruppe II der Gattung ( PUTHZ 1981: 92 f.) und hier in den D. calceatus -Komplex ( PUTHZ 2000: 423). In meiner Bestimmungstabelle (1981) müsste sie bei Leitziffer 99 eingefügt werden: Von D. latitarsis L. BENICK und D. gracilipes CHAMPION unterscheidet sie sich sofort durch ihre in der Hinterhälfte gewölbte also nicht konkav eingesenkte) Stirn; in meiner Bestimmungstabelle der chinesischen Dianous (2000) sollte sie bei Leitziffer 11 eingefügt werden: von D. morimotoi NAOMI (Amami Islands) unterscheidet sie sich durch schmäleren Kopf, schwächere Eindrücke am Vorderkörper sowie durch geringere Grösse.

E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art bezieht sich auf ihre glänzendes, unpunktiertes Pronotum: " nitidicollis " (LT.= mit glänzendem Pronotum).

SMF

Forschungsinstitut und Natur-Museum Senckenberg

SMNS

Staatliches Museum fuer Naturkund Stuttgart

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Coleoptera

Family

Staphylinidae

Genus

Dianous