Senecio

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 495

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/545BDE23-B3FB-361B-B218-5649171477CD

treatment provided by

Donat

scientific name

Senecio
status

 

Senecio Doronicum L.

Gemswurz-Kreuzkraut

Ausdauernd, mit kurzem Rhizom; 20-50 cm hoch. Stengel aufrecht, zerstreut bis dicht filzig behaart, einfach oder im obern Teil verzweigt, entfernt beblättert. Blätter besonders unterseits meist locker graufilzig behaart, oft lederig, unregelmäßig und wenig tief buchtig gezähnt, die untersten rundlich, oval bis lanzettlich, 2-5mal so lang wie breit (ohne Stiel), in einen Stiel verschmälert, in der obern Hälfte des Stengels kaum ⅓ so breit wie die grundständigen, meist lanzettlich, mit verschmälertem, abgerundetem Grund den Stengel teilweise umfassend, nicht herablaufend. Blütenköpfe 1 - 5, selten bis 10, meist ziemlich lang gestielt, im Durchmesser 3,5 - 6 cm. Hülle glockenförmig, 1 -1,5 cm lang, außen von zahlreichen, kleineren, halb so langen bis fast so langen, schmal lanzettlichen Blättern umgeben. Innere Hüllblätter etwa 20, filzig behaart, an der Spitze dicht bärtig (bei allen andern Arten nur wenig bärtig). Kronen gelb; die 10-20 zungenförmigen Kronen 15-20 mm lang und 3 - 5 mm breit. Früchte 5-6 mm lang, deutlich 10-12rippig, kahl. Pappus 7-10 mm lang, weiß. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 80: Material aus den Alpen (Afzelius 1949, Favarger 1953). Die ssp. Gerardii Grenier et Godron aus den Südwestalpen hat 2n = 40 (Guinochet und Logeois 1962, Guinochet 1967), ebenso aus den Pyrenäen ( Küpfer 1969).

Standort. Subalpin und alpin. Lockere, mäßig feuchte, meist kalkreiche, neutrale, tonige Böden. Wiesen, Zwergstrauchgebüsche.

Verbreitung. Mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze: Nördliche und östliche Gebirge Spaniens, Pyrenäen, Plateau Central, Jura, Alpen, Apennin, Gebirge der Balkanhalbinsel ( südwärts bis Albanien). In einer nahe verwandten Art ( S. glaberrimus Roch. ) auch in den Ostkarpaten. - Im Gebiet: Alpen, südlicher Jura ( nordostwärts bis zum Mont Suchet); ziemlich häufig.

Bemerkungen. S. Doronicum ist sehr vielgestaltig in bezug auf Behaarung, Blattgestalt, Größe und Anzahl der Blütenköpfe.