Chrysanthemum corymbosum L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag: 567

publication ID

http://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/63644D25-98C5-4582-4FD6-A25D74502ECF

treatment provided by

Donat

scientific name

Chrysanthemum corymbosum L.
status

 

Chrysanthemum corymbosum L.  

( Pyrethrum corymbosum   [L.] Willd., Tanacetum corymbosum   [L.] Schultz-Bip.)

Dolden-Margerite

Ausdauernd, mit Rhizom; 30-100 cm hoch. Stengel aufrecht, zerstreut behaart, im obern Teil locker verzweigt. Blätter wie bei Ch. macrophyllum   (Nr. 2), aber kleiner, feiner geteilt und nicht drüsig punktiert. Köpfe im Durchmesser 2 - 3 cm, in einer lockeren, doldenartigen, meist 6 - 20 köpfigen Traube oder Rispe. Hüllblätter lanzettlich, die äußern kürzer als die innern, zerstreut behaart, bräunlich berandet. Zungenförmige Blüten weiß, 1 - 2 cm lang (Zunge bedeutend länger als breit). Früchte (ohne Rand) 2,5 - 3 mm lang, meist 5kantig, kaum drüsig punktiert, oben mit 0,5-1 mm langem, aufrechtem, gezähntem Rand. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 18: Material aus botanischem Garten (Zhukova 1964 1967b). 2n = 36: Material aus botanischen Gärten (Shimotomai 1938a, Dowrick 1952), aus Polen (Bijok 1955), aus den Ostkarpaten und botanischem Garten (Chouksanova et al. 1968), aus der Slowakei Majovsky et al. 1970).

Standort. Kollin und montan, seltener subalpin. Lockere, trockene, meist kalkhaltige Böden in wärmeren Lagen. Flaumeichenwälder, trockene Buchenwälder, Föhrenwälder, buschige Hänge.

Verbreitung. Europäische Pflanze: West- und nordwärts bis Südspanien, Loire, Südbelgien, Südschweden, Südpolen; ostwärts bis Kaukasus und Ural; südwärts bis Mittelitalien, nördliches Kleinasien. Verbreitungskarten von Meusel (1955-1956) und Weinitschke (1962). - Im Gebiet ziemlich verbreitet, nicht häufig; in den Zentral- und Nordalpen und im nördlichen Alpenvorland nicht vorhanden.

Bemerkungen. Aus den Karpaten und den östlichen Alpen ist eine nahe verwandte Sippe ( Ch. subcorymbosum Schur   ) bekannt (vgl. Bijok 1955), die sich durch folgende Merkmale unterscheidet: Blattzipfel sehr spitz; Köpfe 3 - 5,5 cm im Durchmesser, meist nur 3 - 6; Hülle am Grunde konisch verjüngt (bei Ch. corymbosum   breit abgerundet); Hüllblätter breit dunkel berandet; Zungenblüten lang, nach unten gebogen. Die Sippe wächst vorwiegend in trockenen Wiesen und an Waldrändern und steigt bis zur Waldgrenze. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18: Material aus Südpolen (Bijok 1955). Pflanzen aus dem südlichen Tessin und den Bergamasker Alpen zeigen verschiedene Eigenschaften von Ch. subcorymbosum   (besonders die wenigköpfigen Trauben). Es ist zu untersuchen, ob bei diesen Pflanzen Merkmalsintrogressionen von Ch. subcorymbosum Vorkommen   oder ob es sich um eine eigene Sippe handelt. Vielleicht tritt Ch. subcorymbosum   ebenfalls im Süden des Gebiets auf.