Quercus petraea (Mattuschka) Lieblein

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1972, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1. Pteridophyta bis Caryophyllaceae (2 nd edition): Registerzuband 1, Birkhaeuser Verlag : 695

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.291815

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/68D9FB7D-0AAF-10BA-C9F1-7618608ED287

treatment provided by

Donat

scientific name

Quercus petraea (Mattuschka) Lieblein
status

 

Quercus petraea (Mattuschka) Lieblein

( Q. sessiliflora Salisb. )

Trauben-Eiche, Stein-Eiche, Winter-Eiche

Unterscheidet sich von Q. Robur (Nr. 1) durch folgende Merkmale: Stamm in der Krone sich meist fortsetzend. Äste schief aufwärts gerichtet. Blätter mit größter Breite oft in der Mitte, keine Blattöhrchen, mit Seitennerven, die meist nur in die Abschnitte (nicht in die Buchten) verlaufen, unterseits locker mit sitzenden, meist 4-6 zähligen Sternhaaren besetzt, deren einzelne Teilhaare nicht über 0,2 mm lang sind; Blattstiel meist 1-2 cm lang. Fruchtstände meist sitzend (nicht gestielt). - Blüte: Frühling, wenig später als Q. Robur.

Zytologische Angaben. 2n = 24: Siehe unter Gattung.

Standort. Kollin, seltener montan. Allgemeines über die Eichen-Hagebuchenwälder siehe unter Standort bei Q. Robur (Nr. 1). Kalkfreie, saure, durchlässige, feinerdearme Böden mit dünner Rohhumusauflage auf Nieder-terrassenschotter auf Kuppen und Gräten (Querco-Carpinetum luzuletosum Etter 1943, umfaßt etwa 50% der Eichen-Hagebuchenwälder; sauerste Böden aller Subassoziationen der Eichen-Hagebuchenwälder) oder Boden sauer, staubsandig, nährstoffarm und leicht podsoliert über alten Deckenschottern in Hochplateaulage in Gegenden mit humidem Klima (Querco-Betuletum Tx. 1929; im Gegensatz zu den Eichen-Hagebuchenwäldern kommen in dieser Assoziation Prunus avium und Fraxinus excelsior nicht vor, Carpinus Betulus ist selten). An diesen Standorten ist Q. Robur selten.

Verbreitung. Europäische Pflanze: In Westeuropa nordwärts wie Q. Robur (Nr. 1), von Südschweden verläuft Ostgrenze nach Südosten in die Karpaten (im Gegensatz zu Q. Robur kommt Q. petraea im kontinentalen Osteuropa nicht vor), Schwarzmeerküsten, Kaukasus (?); südwärts bis ins Gebiet von Madrid, Korsika, Sardinien, Sizilien, Nordgriechenland, Bulgarien. Verbreitungskarten von Meusel (1957 Nordgriechenland, Bulgarien. Verbreitungskarten von Meusel (1964). - Im Gebiet verbreitet und häufig.

Bemerkungen. Über Rückgang, Neuanpflanzung und Holzqualität gilt dasselbe wie bei Q. Robur.

Kingdom

Plantae

Phylum

Tracheophyta

Class

Magnoliopsida

Order

Fagales

Family

Fagaceae

Genus

Quercus