Centaurea L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 458-437

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/69058319-3624-0AFA-54BC-0F2AE66B7538

treatment provided by

Donat

scientific name

Centaurea L.
status

 

Centaurea L.

Flockenblume

1 jährig bis ausdauernd. Stengel meist kantig, wie die Blätter oft von mehrzelligen Haaren rauh, ohne Stacheln. Blätter oval bis schmal lanzettlich, ganzrandig bis mehrfach fiederteilig, die untern gestielt, die obern sitzend. Köpfe meist einzeln an der Spitze der Zweige. Hülle der Köpfe eiförmig bis kugelig, höchstens 3 cm dick. Hüllblätter dachziegelig angeordnet, grün, oft mit trockenhäutigem Rand, mit trockenhäutigem Anhängsel (bei C. alpina [Nr. 1] mit gelben Blüten Hüllblätter stumpf, ohne deutliches Anhängsel) oder in einen radiär geteilten Stachel endend (bei C. aspera [Nr. 11], C. solstitialis [Nr. 12] und C. Calcitrapa [Nr. 13]). Anhängsel schwarz, braun oder weiß, oft fransig zerteilt oder federartig, meist fein behaart, die innern meist deutlicher abgesetzt, kleiner und einfacher als die äußern. Boden des Blütenkopfes mit vom Grunde auf in zahlreiche weiße Borsten zerschlitzten Spreublättern. Blüten ⚥, die randständigen geschlechtslos. Kronen röhrenförmig, im obern Teil 5teilig, die randständigen meist auffallend größer als die innern, die ungleich langen Zipfel einen schiefen Trichter bildend, blau, violett, purpurn, rosa oder gelb (selten weiß). Staubbeutelhälften am Grunde zugespitzt. Früchte zylindrisch, oft etwas abgeflacht, meist zerstreut behaart (Haare sehr fein); Anwachsungsstelle schief (seitlich über dem Grunde), gelegentlich von einem Haarbüschel umgeben. Pappus nicht vorhanden oder, wenn vorhanden, dann borstenförmig und kürzer oder wenig länger als die Frucht; Borsten rauh, gelblich, bräunlich oder rot, einzeln abfallend.

Die Gattung Centaurea umfaßt etwa 500 Arten und hat ihre Hauptverbreitung im Mittelmeergebiet. Die einzelnen Arten sind zum Teil wenig differenziert. Bastarde und Übergänge zwischen nahe verwandten Arten sind häufig. Über Fruchtmerkmale von Centaurea und verwandten Gattungen s. Dittrich (1968). Chromosomengrundzahlen: n = 8, 9, 10, 11, 12 und 13. Polyploidie ist nicht selten.

Nach Wagenitz (1955) lassen sich innerhalb der Gattung 8 verschiedene Pollentypen unterscheiden. Die Arten im Gebiet lassen sich in 5 Typen einteilen: Centaurea typ ( C. alpina ), Scabiosa typ (Artengruppe der C. Scabiosa ), Montana typ (Artengruppe der C. montana ), Cyanus typ (C. Cyanus ), Jacea typ (alle übrigen Arten). Der Montana - und der Cyanustyp sind sehr nahe verwandt.