Brachychthonius gygeri, Bader, C., 1963

Bader, C., 1963, Eine Milbendiagnose aus dem Nachlass Dr. Josef Schweizer, Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel 74, pp. 67-68: 67-68

publication ID

ORI10204

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/767F9B45-3975-791E-D384-0FB3DE280708

treatment provided by

Thomas

scientific name

Brachychthonius gygeri
status

sp. n.

Brachychthonius gygeri   sp. n.

Körpergrösse 155 x 72 µ. Propodosoma 52 µ, Hysterosoma 103 µ. Rostralhaare 16 µ, Körperhaare 12 µ. Pseudostigmatische Organe 36 µ.

Die neue Art steht Brachychthonius berlesei Willmann   , 1928 sehr nahe, vor allem in bezug auf die Körpergestalt. Sie unterscheidet sich aber von ihr durch kleinere Körper- und durch die längeren Pseudostigmatischen Organe, deren distale Hälfte zwar ebenfalls ährenartig gestaltet ist, doch aber deutlich mit grannenartigen Borsten besetzt ist, und die in eine scharfe Spitze ausläuft.

Die Körperfarbe ist hell-strohgelb, das Hysterosoma ist gut geschultert, die Rücken- sind einfach gestaltet. Die Ornamentierung der Rückendecke des Hysterosomas ist nur durch schwache, nicht in sich geschlossene Rillen erkennbar, während auf dem Propodosoma deutliche Chitinleisten vorhanden sind, welche wallartig den äusseren Rand desselben verstärken. In ihrem Innenfeld ist eine schwach ornamentierte Fläche, die bis zu den Pseudostigmatischen Organen reicht. Die Tarsen der Beine sind mit einer einzigen, sichelförmigen, relativ grossen Kralle besetzt.

Im Innern des Hysterosomas sind drei eierartige, durch dunklere Ausfärbung leicht erkennbare Gebilde vorhanden, von denen aber nur eines sich durch deutliche Umrisse auszeichnet und als Ei betrachtet werden darf, während die beiden anderen wahrscheinlich nur als Kotballen zu bewerten sind.

Fundort: Basel, Botanischer Garten   GoogleMaps (Funddatum unbekannt).  

Alle Arten der Gattung Brachychthonius   sind bekannt als Bewohner von Moor- und Rohhumus-Böden und von Moospolstern trockener bis nasser Standorte. Sie kommen als Parasiten der Japygiden-Zuchten nicht in Betracht, das Auftreten eines einzelnen Tieres ist nur als zufällig zu betrachten. Die Tiere ernähren sich sehr wahrscheinlich von Abbaustoffen pflanzlichen und tierischen Ursprungs.

Das Typus-Präparat von Brachychthonius gygeri Schweizer   , 1963 wird als Holotypus Nr. N P 2190 im Naturhistorischen Museum aufbewahrt.