Linaria alpina

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Scrophulariaceae, Birkhaeuser Verlag : 210

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/7BB1FEBD-B414-293A-BB25-8F646E56762F

treatment provided by

Donat

scientific name

Linaria alpina
status

 

Linaria alpina [L.] Miller

Alpen-Leinkraut

Ausdauernd, seltener 1 - oder 2 jährig; kriechend; kaum 10 cm hoch; kahl. Stengel niederliegend, nur an den Enden aufsteigend. Blätter zu 3 - 4 quirlständig (oben auch wechselständig), kürzer als 2 cm, schmal lanzettlich, 3 - 8mal so lang wie breit, bläulich bereift, fleischig. Blüten gestielt (Stiel kahl, etwa so lang wie der Kelch), in einer wenigblütigen, kurzen Traube am Ende des Stengels. Kelch mit lanzettlichen Zipfeln (diese meist oberhalb der Mitte am breitesten). Krone 0,8-1,5 cm lang (ohne Sporn), blau bis violett (selten weiß oder hellgelb), mit orangegelbem Gaumen (Gaumen gelegentlich wie die übrige Krone gefärbt); Zipfel der Oberlippe 1 - 2mal so lang wie breit; Sporn etwa so lang wie die übrige Krone, unterseits abgeflacht, spitz. Frucht sich von der Spitze her mit 4-10 großen Zähnen öffnend, 4-7 mm lang. Samen scheibenförmig, fast glatt, 1,2 - 2 mm im Durchmesser. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 12: Material unbekannter Herkunft (Heitz 1927, Mattick in Tischler 1950), aus dem Wallis (Favarger 1949), aus den Pyrenäen (Favarger und Huynh in Löve und Solbrig 1964).

Standort. Alpin (bei Zermatt bis 4200 m), selten subalpin oder bis in die Täler herabgeschwemmt. Felsschutt und Geröll, meist auf kalkhaltigem Boden. Thlaspeion rotundifolii Br.-Bl. 1926; Epilobion Fleischeri G. Br.-Bl. 1931.

Verbreitung. Mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze: Nordspanische Gebirge, Pyrenäen, Plateau Central, Alpen, Apennin, Karpaten, Gebirge der Balkanhalbinsel ( südwärts bis Albanien und Serbien). - Im Gebiet: Alpen; ziemlich häufig, oft durch die Flüsse in die Ebene herabgeschwemmt.

Bemerkungen. L. alpina variiert in der Farbe und in der Größe der Blüten. Pflanzen mit gleichfarbigem Gaumen in der Blüte treten gelegentlich vermischt mit den andern auf und haben kaum systematischen Wert.

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