Liacarus gracilis,

Mihelcic, F., 1958, Revision und Beitrag zur Kenntnis einiger Liacarus-Arten aus Kärnten und Tirol, Zoologischer Anzeiger 161, pp. 86-90: 87-88

publication ID

ORI5353

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/835FF022-4CC5-0670-8808-AB73CAB49920

treatment provided by

Thomas

scientific name

Liacarus gracilis
status

 

2. Liacarus gracilis  Mih. (Abb. 1)

Mit diesem Namen habe ich eine Art beschrieben, die, soweit mir möglich war die Sache zu verfolgen mit der von Linnee beschriebenen Acarus tremellae  , also Liacarus tremellae L.  identisch sein könnte. Wiederhole „könnte ", denn die Vergleichsart ist bis jetzt nur aus dem Norden bekannt. Aus Mitteleuropa wurde sie noch nie gemeldet. Auf die übrigen Argumente verweise ich auf Pschorn (Bonner Zool. Beiträge, Jahrg. 2, Heft 1/2). Dürfte auch L. globosus  , wie sie Berlese und Pschorn beschreiben, bzw. zeichnen nahe stehen, doch nicht mit ihr identisch sein. Die Gründe werden unten angeführt.

Die Lamellen reichen nicht bis zur Rostrumspitze. Ihre Cuspides sind gut ausgebildet und ein Stück fast gleichmäßig breit, basal jedoch an der Innenseite ausgebuchtet, so, daß sie nur einen schmalen Zwischenraum freilassen. Dieser reicht bis zur Basalleiste der Lamellen. Diese sind nicht verwachsen, d.h. sie stoßen nicht zusammen, sondern lassen in der Mitte einen sehr schmalen Spalt frei. Die Cuspides besitzen an der Außenseite einen kurzen und spitzen Zahn. Die Lamerlarhaare sind dicke, kurze Borsten, die ein kleines Stück über das Rostrum reichen.

Die Interlamellarhaare sind nicht zu lange Borsten; sie reichen kaum bis zur Verbindungslinie der Lamellen (bei L. globosus  sind sie sehr kurz). Der Sensillus besitzt eine lange, nach aussen gebogene oder geknickte Spitze. Sie ist länger als die Spindel oder der Basalteil des Sensillus.

Das Rostrum ist dreilappig, nicht gezähnelt; der Mittellappen ist leicht gewellt, die Seitenlappen sind gerundet und tragen eine Spitze. Der Einschnitt ist schräg nach hinten gerichtet. Das Propodosoma ist an den Seiten der Lappen granuliert.

Die Grenzlinie ist eingebuchtet und in der Mitte unterbrochen; die Verbindung ist nur durch stärkere Chitinisierung angedeutet. In der Mitte ist hinter der Grenzlinie noch eine dickere Leiste, die seitwärts verlängert ist und sich vor dem Organum an die Grenzlinie anschließt.