Anthidium manicatum (LINNAEUS 1758)

Ebmer, A. W., 2011, Holarktische Bienenarten - autochthon, eingeführt, eingeschleppt, Linzer biologische Beiträge 43 (1), pp. 5-83: 57

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.4524335

DOI

http://doi.org/10.5281/zenodo.4489254

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/865F8797-FFFB-8D39-FF09-FC9CEF24D503

treatment provided by

Felipe

scientific name

Anthidium manicatum (LINNAEUS 1758)
status

 

Anthidium manicatum (LINNAEUS 1758)  

Abb. des ♀ und 3 bei WESTRICH 1989: 550 /1, des 3 bei MÜLLER, KREBS & AMIET 1997: 125.

Erster Fund in der Nearktis, Bundesstaat New York, Tompkins County vom 20.8.1963   ; es folgen weitere aus den Jahren 1963 und 1964, hier und von Ludlowville bei Ithaca ( JAYCOX 1967). Nach Droege inzwischen in Nordamerika weit verbreitet, im Nordosten der USA und im südlichen Kanada, sowie in Idaho gemeldet und stabile Populationen in Kalifornien. Die Besiedlung des Mittelwestens aus den Bundesstaaten Illinois, Ohio, Michigan, Wisconsin und Colorado wurde mit vielen Literaturzitaten dokumentiert (TONIETTO & ASCHER 2008). Eingeschleppt auch in Argentinien, Brasilien und Uruguay ( MOURE & URBAN 1964).

Anthidium manicatum   ist paläarktisch, mit Schwerpunkt im Westen. In Europa nach Norden in Finnland bis Ostrobottnia media N63 °, in Mitteleuropa die mit Abstand häufigste Anthidium   - Art, auch als Kulturfolger bis in die Gärten der Städte vordringend, bei entsprechendem Blütenangebot an Labiatae, besonders auf Stachys byzantina wie auch in meinem Garten in Puchenau. Auf den Azoren entsprechend des insular extrem kleinen Artenspektrums als aus dem Atlantik aufgetauchten Inseln sicher eingeschleppt; auf den Kanaren mit grösster Wahrscheinlichkeit eingeschleppt, weil nur auf Tenerife und Gran Canaria vorkommend, nicht aber auf den beiden kontinentnahen Inseln, denn die Art ist in der Subspezies barbarum LEPELETIER 1841 von Marokko bis Lybien bekannt, in der Subspezies cyrenaica ZANDEN 1992 in der Cyrenaika. Die Stammform in Eurasien von Süd- und Mittelengland nach Osten bis Burjatia (Baraty) ( PROSHCHALYKIN 2007a: 6). Isolierte Subspezies in Gebirgen Zentralasiens, in der Subspezies hissaricum MAVROMOUSTAKIS 1939 in Tadzikistan, in der Subspezies subcrenulatum ALFKEN 1930 im Pamir.