Senecio

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 506

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/869F6662-676E-9D14-5620-1122DA38098A

treatment provided by

Donat

scientific name

Senecio
status

 

Senecio erráticus Bertol.

Wander-Kreuzkraut

2-, seltener mehrjährig, ohne Ausläufer; 30-100 cm hoch. Zweige sparrig abstehend (Winkel zwischen der Hauptachse und den meisten Zweigen größer als 40°, bei den andern Arten der Artengruppe Winkel meist kleiner als 40°). Blätter dunkelgrün, kahl oder zerstreut spinnwebig behaart, ohne mehrzellige Haare, ungleich geteilt, die obern Blätter unregelmäßig gezähnt bis entfernt fiederteilig, mit schmal bis breit lanzettlichen, etwa rechtwinklig abstehenden Abschnitten ( größte Breite meist in der Mitte), die untern zur Blütezeit noch vorhanden, mit großem, breit lanzettlichem, gezähntem Endabschnitt, oft mit nur wenigen oder keinen seitlichen Abschnitten; Zähne stumpf oder kurz zugespitzt; die den Stengel umfassenden Zipfel der obern Stengelblätter meist mehrteilig. Blütenköpfe im Durchmesser 1,5-2,5 cm. Zungenförmige Blüten 10-15 mm lang und 2 mm breit. Früchte ca. 1,5 mm lang, die äußern kahl, die innern sehr kurz behaart (Haare kürzer als 0,1 mm). Pappus ca. 3 mm lang (oft abfallend). - Blüte: Sommer und Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 40: Material aus Norddeutschland (Reese 1951), aus Bulgarien (Kuzmanov und Kožuharov in Löve 1970a).

Standort. Kollin. Feuchte, nährstoffreiche, oft kalkarme Böden in warmen Lagen. Sumpfige Stellen, Bachufer, Alluvionen.

Verbreitung. Mediterrane Pflanze: Südliches Europa (vereinzelt nordwärts bis Südengland, Elbegebiet, Siebenbürgen); Kleinasien, Syrien; Nordafrika. - Im Gebiet: Dép. Jura (Bresse), Genfersee- und Neuenburgerseegebiet, mittleres Aostatal (Saint Marcel), Valle d’Ossola, südliches Tessin ( aufwärts bis Biasca und unteres Misox) und anschließende italienische Gebiete, südliche Bergamasker Alpen (Bergamo), Vintschgau, Vals ( Graubünden), Elm (Glarus), Vorarlberger Rheintal; oft unbeständig; auch adventiv.