Gnaphalium

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 478

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/88FDB9C8-412C-BA18-A5EC-AD0E06B4C258

treatment provided by

Donat

scientific name

Gnaphalium
status

 

Gnaphalium supínum L.

Zwerg-Ruhrkraut

Ausdauernd, mit dünnem, kriechendem Rhizom; rasenbildend; 2 - 12 cm hoch. Stengel dünn, aufrecht oder aufsteigend, einfach. Blätter beiderseits dicht filzig behaart, schmal lanzettlich, selten breiter als 0,2 cm und selten länger als 3 cm. Köpfe 5-7 mm lang, zu 2 - 6 in einer endständigen Ähre. Nur die untersten Blätter in der Ähre sichtbar, etwa so lang wie diese, die übrigen die Köpfe nicht überragend und nicht sichtbar. Hüllblätter mit braunem, häutigem Rand, meist spitz, oft zerschlitzt, zur Fruchtzeit strahlig ausgebreitet, die äußern gelegentlich zerstreut spinnwebig behaart, ⅗- ¾ so lang wie der Kopf. Blüten bräunlich. Früchte 1-1,5 mm lang, zerstreut, kurz und anliegend behaart. Pappus 3-3,5 mm lang, die Borsten nicht verwachsen und meist einzeln abfallend. - - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 28: Material aus Großbritannien (Rutland 1939), aus dem Kaukasus (Sokolovskaya und Strelkova 1948b), aus Skandinavien ( Löve und Löve 1948, Knaben und Engelskjøn 1967), aus Island ( Löve und Löve 1956b), aus Grönland ( Jørgensen et al. 1958), aus der Tatra (Skalinska et al. 1959), aus Nordrußland (Sokolovskaya und Strelkova 1960), aus den Appalachen in Nordamerika ( Löve und Löve 1966), von der Sierra Nevada ( Küpfer 1968).

Standort. Alpin, selten subalpin. Feuchte, kalkarme, humose, feinerdereiche Böden an lange (7-10 Monate) vom Schnee bedeckten Stellen. Schneetälchen, feuchte Weiden. Salicetum herbaceae Br.-Bl. 1913.

Verbreitung. Arktisch-alpine Pflanze: Island, Schottland, Skandinavien, Asturien, Pyrenäen, Plateau Central, südlicher Jura, Schwarzwald, Alpen, Korsika, Sardinien, Apennin, Gebirge der Balkanhalbinsel, Sudeten, Karpaten, Ural, Kaukasus, Taurus, Daghestan; Grönland; arktisches Amerika (nur Ostküste). Verbreitungskarte von Hultén (1958). - Im Gebiet: Südlicher Jura (Reculet), Schwarzwald (Feldberg), Alpen (besonders in den Zentral- und Südalpen verbreitet und häufig).