Eupatorium cannabinum L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 464

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/9E744E6C-73E2-633F-1C84-9E9BED69357C

treatment provided by

Donat

scientific name

Eupatorium cannabinum L.
status

 

Eupatorium cannabinum L.

Gewöhnlicher Wasserdost

Ausdauernd, mit knotigem Rhizom, in fast allen Teilen drüsig; 50-150 cm hoch. Stengel aufrecht, bis unter die Blütenkopfrispe unverzweigt, kurz behaart (mehrzellige, nach oben gerichtete Haare), dicht beblättert. Blätter meist zerstreut behaart, radiär bis auf den Grund 3 - 5teilig, mit lanzettlichen, ungleich gezähnten Abschnitten ( Zähne nach vorn gekrümmt). Köpfe 4 - 6 blütig. Hülle 4,5-6 mm lang. Hüllblätter stumpf, die äußern kurz behaart. Blüten hellrot oder rosa, selten weiß. Früchte 2-3 mm lang. Pappus 3-5 mm lang. - Blüte: Sommer und früher Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 20: Material aus Skandinavien (Holmgren 1919, Löve und Löve 1942, Larsen in Löve und Solbrig 1965a), aus Ungarn ( Felföldy aus Tischler 1950), aus botanischem Garten (Grant 1953), aus Nordfrankreich (Leveque und Gorenflot 1969), aus Holland (Gadella und Kliphuis 1963, 1966), aus Böhmen (Holub et al. 1971), aus Polen (Skalinska et al. 1971); sexuell normal (Grant 1953). 2n = 40: Material aus Polen (Skalinska et al. 1971).

Standort. Kollin und montan, selten subalpin. Sickerfeuchte, nährstoffreiche, meist kalkhaltige, lehmige Böden. Feuchte Waldstellen, Auenwälder, Ufer, Riedwiesen. Eupatorietum cannabini Tx. 1937.

Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: Nordwärts bis Nordirland, Schottland, Südschweden, Südfinnland; südwärts bis Nordmarokko, Sizilien, Israel, Nordpersien; ostwärts bis Ural, Himalaja (?). Verbreitungskarte in Hegi VI/3 (2. Aufl. 1964). - Im Gebiet verbreitet und häufig.