Senecio

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 504

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/ACB74AAB-1229-F70B-525E-5C4B5A4785C6

treatment provided by

Donat

scientific name

Senecio
status

 

Senecio rupéster Waldst. et Kit.

( S. nebrodensis Ukria )

Felsen-Kreuzkraut

20-60 cm hoch; unangenehm, riechend. Blätter meist zerstreut spinnwebig behaart, jederseits bis über die Mitte der Blatthälfte fiederteilig (Abschnitte deutlich nach vorn gerichtet), die obern am Grunde mit breiten, gezähnten Zipfeln. Blütenköpfe im Durchmesser 2 - 3 cm. Hülle zylindrisch glockenförmig, ca. 10 mm lang und 5 - 10 mm breit, außen von ca. 2 mm langen Blättern umgeben. Innere Hüllblätter ca. 20, kahl. Randständige Kronen 12-15, zungenförmig, 10 - 15 mm lang und ca. 2 mm breit. Früchte 2-3 mm lang. Pappus ca. 5 mm lang. - Blüte: Sommer und früher Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 20: Material aus botanischen Gärten (Afzelius 1924, Palmblad 1965), aus dem Apennin (Zickler 1968a).

Standort. Montan und subalpin, seltener kollin. Mäßig feuchte, steinige, nährstoffreiche (besonders stickstoffreiche), oft kalkhaltige Böden. Viehlägerstellen, Schuttplätze, Waldschläge, Straßenränder. Chenopodietum subalpinum Br.-Bl. 1948.

Verbreitung. Mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze ( östlich): Alpen ( westwärts bis zum Bergell), Apennin, Karpaten, Gebirge der Balkanhalbinsel. - Im Gebiet: Graubünden ( ursprünglich nur im Unterengadin, heute im ganzen östlichen Teil verbreitet), Oberinntal, Paznaun, Veltlin, Gegend von Bormio, Comerseegebiet (von Canzo ostwärts), Bergamasker Alpen, Vintschgau; ziemlich häufig; sonst gelegentlich adventiv (z. B. Tessin).