Gelis imitatus, Schwarz, 2016

Schwarz, Martin, 2016, Die Schlupfwespengattung Gelis (Hymenoptera, Ichneumonidae, Cryptinae) mit macropteren Weibchen in der Westpaläarktis, Linzer biologische Beiträge 48 (2), pp. 1677-1752: 1708-1711

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5355989

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/AD2D061E-FFE4-FF99-FF01-FF77FE3CFDC3

treatment provided by

Marcus

scientific name

Gelis imitatus
status

nov.sp.

16. Gelis imitatus   nov.sp. (Abb. 21-27, 79)

Holotypus (♀): Italia, Toscana Upacchi NE Arezzo 43°30’N, 11°59’E 26.8.2013 Martin Schwarz", " Holotypus ", " Holotypus Gelis imitatus SCHWARZ   des. Mart. Schwarz ‘16" (Linz).

Paratypen (22♀♀, 3566): Deutschland: Bayern, 1 km E Wolferszell (N Straubing), 26.9.1992, leg. Martin Schwarz (1♀; Schwarz)   ; Südbayern, Steinebach am Wörthsee , 15.7.1949, leg. F. Daniel (266; München)   .

Tschechien: Bohemia S, Č. Budějovice, D. Voda, ch, 48°58’N, 14°31’E, 400 m, 10.2013, leg. M. Halada (1♀; Linz) GoogleMaps   .

Frankreich: Manosque (B.A.), 9.8.1978, ex Chrysopa perla   ( Chrysopidae   ), leg. J.F. Aubert (2♀♀; Lausanne); Le Luc (Var), 13.7.1979, ex Chrysopa perla   ( Chrysopidae   ), leg. J.F. Aubert (1♀; Lausanne); Le Luc (Var), 24.7.1978, ex cocoon Chrysopa sp.   , leg. J.F. Aubert (16; Lausanne); Inra Antibes, 5.1979, ex cocoon Chrysopa sp.   ( Chrysopidae   ), leg. J.F. Aubert (1♀, 16; Lausanne); Nice (A.M.), lumière, 25.8.1955, leg. J.F. Aubert (Paralectotypus von Gelis ilicicolator Aubert   ) (16; Lausanne); Crayssac, Nr Cahors, Lot, 1.8.1990, am Licht, leg. M.R. Shaw (1♀, 1066; Edinburgh, München).

Österreich: Elsbethen bei Salzburg, 14.10.1984, leg. Martin Schwarz (1♀; Schwarz)   ; gleiche Daten , nur 19.10.1984 (2♀♀; Schwarz)   ; Salzburg, Pinzgau, Wörth , 16.8.1974, leg. F. Mairhuber (1♀; Schwarz)   ; Oberösterreich, Edt bei Eidenberg , 20.9.1984, leg. Martin Schwarz (1♀; Schwarz)   ; Oberösterreich, Langzwettl N Zwettl / R., 48°29’N, 14°17’E, 6.9.1984, leg. Martin Schwarz (1♀; Schwarz) GoogleMaps   ; Oberösterreich, Linz-Urfahr, KGA Riesenhof , 48.19.06N, 14.16.13E, 3.- 9.7.2013, leg. Tiefenthaler (16; Linz)   ; gleiche Daten, nur 20.- 23.5.2014 (566; Linz), 10.- 13.6.2014 (16; Linz ), 3.- 7.7.2014 (16; Linz), 16.- 18.7.2014 (266; Linz), 11.- 16.5.2015 (1 6; Linz)   ; 3.- 5.8.2015 (16; Linz); Niederösterreich, Seebenstein , 28.10.1923, leg. Zerny (1♀; Wien)   ; Steiermark, Speltenbach N Fürstenfeld , 47°04’N, 16°04’E, 260 m, 19.8.1992, leg. J. Gusenleitner (1♀; Schwarz) GoogleMaps   .

Spanien: Zaragoza prov. , Los Monegros , Retuerta de Pina, 30TYL, Juniperus therifera, 6.3.1998, leg. J. Blasco-Zumeta (2♀♀; Edinburgh)   .

Italien: gleiche Daten wie Holotypus, nur 19.8.2013, leg. M. & J. Schwarz (1♀; Schwarz) und 21.8.2013, leg. M. & J. Schwarz (1♀; Schwarz)   .

Griechenland: Pelopónissos bor., Mt. Killini Oros, 5.8.2010, leg. J. Halada (466; Linz).

Türkei: Ankara, Beynam, ex Aleiodes   ? juniperi ( Braconidae   ) on Juniperus, collected 15.6.1999, emerged 27.6.1999, leg. M.R. Shaw (16; Edinburgh); Manisa, 15 km SEE Salihli, 38°26’N, 28°19’E, 170 m, 2.7.2006, leg. J. Halada (16; Linz); Şahinbey, Gaziantep, ex Kermania pistaciella AMSEL   ( Tineidae   ), collected 1.3.- 1.4.2016, emerged 14.4.2016 (16; Gaziantep), gleiche Daten, nur emerged 15.4.2016 (16; Gaziantep) und emerged 16.4.2016 (1♀; Gaziantep).

Syrien: Damaskus, S/Olivier, 1967, leg. J.F. Aubert (2♀♀; Lausanne)   .

Während bei den weiblichen Tieren aus Westeuropa und Italien Kopf und Mesoscutum

meist ganz orange sind, weisen Exemplare aus Mitteleuropa am Kopf dorsal (zwischen

den Ocellen) eine schwarze Färbung auf und das Mesoscutum besitzt drei schwarze

Flecken und der Postpetiolus caudal und das 2. Tergit sind teilweise orange. Mitteleuro-

päische Tiere können deshalb leicht mit G. areator (PANZER)   verwechselt werden, sofern

nicht die Form der Bohrerspitze und die Kopfform untersucht werden. Beim untersuch-

ten Exemplar aus Syrien (Museum Lausanne) sind Kopf und Thorax (ausser kleine Berei-

che in Vertiefungen) ganz und 1. und 2. Gastertergit fast ganz und 3. Tergit teilweise

orange. G. imitatus   nov.sp. ist durch den breiten Kopf und im weiblichen Geschlecht

zusätzlich durch die Form der Bohrerspitze sowie im männlichen Geschlecht durch die

fehlenden Tyloide und die relativ kleinen Ocellen gekennzeichnet. Da ein Männchen, das

vermutlich zu dieser Art gehört und das ansonsten in allen Merkmalen mit G. imitatus  

nov.sp. übereinstimmt, einen weniger breiten Kopf hat (wie bei G. ilicicola (SEYRIG))   ,

könnte die Kopfbreite zu variabel sein, um eine sichere Trennung von den nächstähnli-

chen Arten zu ermöglichen.

Beschreibung (♀): Fühler 22-24gliedrig, 3. Glied (ohne Anellus) 3,6-3,8-mal so lang wie breit, 3. Fühlerglied 1,0-mal so lang wie das 4. Glied; Kopf in Vorderansicht 0,71-0,74- mal so hoch (Höhe vom Unterrand des Clypeus bis zum Dorsalrand des Kopfes ohne Ocellen gemessen) wie breit; Kopf gekörnelt und matt, Schläfen schwach glänzend; Gesicht und Schläfen mit sehr feinen und kaum erkennbaren Punkten; Clypeus niedrig und schwach konvex, mit einzelnen feinen oder sehr feinen Punkten, ventral schmal niedergedrückt, Ventralrand annähernd gerade; Mandibeln subbasal deutlich gewölbt, unterer Zahn etwas kürzer als der obere; Wangen 1,1-1,2-mal so lang wie die Breite der Mandibeln; Genalleiste trifft Oralleiste deutlich hinter der Mandibelbasis; Schläfen sehr kurz und weisslich behaart; Abstand eines lateralen Ocellus zum Auge 0,3-0,5-mal so lang wie der Abstand der lateralen Ocellen zueinander; Kopf hinter den Augen (in Dorsalansicht) relativ kurz, deutlich gerundet und stark verschmälert.

Pronotum dorsomedian ohne Längsleiste; Mesoscutum deutlich gekörnelt und matt, mit einzelnen, kaum erkennbaren Punkten, dicht behaart, Haare weisslich und kurz; Notauli fehlen oder wenn vorhanden, dann kurz und flach; Schildchen deutlich gekörnelt und matt sowie mit einzelnen kaum erkennbaren Punkten; Mesopleuren unterschiedlich ausgedehnt gekörnelt, Bereich vor und unterhalb des Speculums glatt oder annähernd glatt und glänzend, stellenweise mit sehr feinen Körnelreihen; Speculum glatt und glänzend; Sternauli relativ fein und mit feinen Querleisten, erreichen nicht den Hinterrand der Mesopleuren; Postpectalleiste vor den Coxen II breit unterbrochen; Metapleuren schwach gekörnelt und mit feinen Körnelreihen und sehr feinen Punkten, glänzend.

Propodeum kurz, dorsolaterale Längsleisten fehlen oder teilweise vorhanden, Querleisten deutlich oder die vordere Querleiste stellenweise fehlend; Seitenbegrenzung der Area superomedia hinter den Costulae fehlend bzw. nicht von anderen Streifen unterscheidbar; Propodeum vor der vorderen Querleiste deutlich gekörnelt und matt, zwischen den Querleisten gekörnelt und mit deutlichen Streifen bzw. Runzeln; Area superomedia sechseckig, 0,5-0,7-mal so lang wie breit, proximal etwas schmäler als caudal; Area petiolaris glänzend und mit unterschiedlich starker Körnelung und Runzelung.

Femora III 3,5-4,0-mal so lang wie hoch; Tibien III etwas verdickt; Krallen etwa so lang wie der Pulvillus.

Areola im Vorderflügel mässig gross, Aussennerv fehlt oder schwach entwickelt; Radialzelle relativ kurz bis mässig lang, Radialader deutlich gekrümmt, 2. rücklaufender Nerv annähernd gerade und mit zwei deutlich getrennten Fenstern; Nervulus postfurkal.

1. Gastertergit mässig lang, Postpetiolus wenig bis deutlich breiter als der Petiolus basal; Längsleisten relativ schwach entwickelt, Dorsolateralleisten fehlen hinter den Stigmen, Dorsalleisten deutlich bis nur angedeutet und von unterschiedlicher Länge, reichen bis hinter die Stigmen oder enden vor den Stigmen, Petiolus lateral deutlich gekörnelt und schwach runzelig, 1. Sternit reicht etwa bis zu den Stigmen; Postpetiolus gekörnelt und matt, manchmal zusätzlich stellenweise fein und kurz längsgestreift; 2. Tergit wabenartig gekörnelt, mit einzelnen Haaren und ohne deutliche Punkte, ohne Querfurche; Laterotergite am 2. Segment schmal; Bohrerklappen 0,8-0,9-mal so lang wie die Tibien III; Legebohrer mässig kräftig und gerade, Bohrerspitze 2,4-2,6-mal so lang wie hoch, Nodus wenig deutlich und mit feiner Kerbe, ventral mit feinen, aber deutlichen Zähnchen; Dorsalrand der Bohrerspitze in Lateralansicht konvex.

Färbung: Fühler orange, apikal verdunkelt; Kopf ganz orange oder dorsal teilweise schwarz (vor allem Ocellendreieck); Mandibeln gelblich bis orange, Zähne schwarz; Palpen braun; Thorax ausser Metasternum und diverse Vertiefungen orange oder mit ausgedehnterer schwarzer Färbung; am Thorax können zusätzlich am Mesoscutum drei längliche und breite schwarze Flecken, das Schildchen median, das ganze Hinterschildchen, Flecken auf den Mesopleuren und das ganze Mesosternum schwarz sein; Tegulae überwiegend schwärzlich bis bräunlich; Propodeum ganz schwarz oder Area petiolaris teilweise oder ganz orange, sehr selten auch Propodeum lateral der Area superomedia orange; Gaster ganz schwarz oder teilweise orange; orange können am Gaster Postpetiolus apikal bis 1. Gastersegment ganz, 2. Tergit an den Rändern bis ganz und 3. Tergit teilweise sein; Beine unterschiedlich ausgedehnt orange und schwärzlich gefärbt; bei dunklen Tieren sind an den Beinen manchmal nur Coxen I und II jeweils teilweise, Femora I und II jeweils teilweise orange; bei sehr hellen Tieren sind nur Tibien III und Tarsen III schwärzlich; Tibien basal deutlich weisslich; Flügel mit zwei deutlichen Querbinden, wobei die apikale Binde hinter dem Pterostigma einen hellen Fleck aufweist, der helle Fleck 0,3-0,7-mal so lang wie die Breite der Radialzelle; Pterostigma braun, basal deutlich und apikal nur schwach aufgehellt.

Während bei den Tieren aus West- und Südeuropa sowie Syrien Kopf und Mesoscutum meist ganz orange sind, weisen Exemplare aus Mitteleuropa am Kopf dorsal (zwischen den Ocellen) eine schwarze Färbung auf und das Mesoscutum besitzt drei schwarze Flecken. Der Gaster ist meist ganz schwarz oder weist nur geringe orange Färbung auf, aber bei dem untersuchten Material aus Syrien ist der Gaster basal ausgedehnt orange.

Körperlänge: 3,0-4,0 mm.

6: Ausser den geschlechtsspezifischen Unterschieden sehr ähnlich dem Weibchen.

Fühler 25-26gliedrig, Tyloide fehlen, 3. Fühlerglied (ohne Anellus) 2,7-3,5-mal so lang wie breit; Kopf in Frontalansicht 0,71-0,76-mal so hoch (Höhe vom Unterrand des Clypeus bis zum Dorsalrand des Kopfes ohne Ocellen gemessen) wie breit; Clypeus oberhalb des Ventralrandes ausser lateral nach ventral vorgezogen und in Vorderansicht den eigentlichen Ventralrand verdeckend, der vorgezogene Teil mit stumpfem Ventralrand, dieser median meist schwach bis deutlich eingedellt; Wangen 0,9-1,0-mal so lang wie die Breite der Mandibelbasis; Ocellen relativ schwach vergrössert, Abstand eines lateralen Ocellus zum Auge 0,3-0,5-mal so lang wie der Abstand der lateralen Ocellen zueinander sowie Abstand eines lateralen Ocellus zum Auge 0,5-0,6-mal so lang wie der Durchmesser eines lateralen Ocellus.

Area superomedia lateral nicht oder nur undeutlich abgegrenzt, ca. 0,3-0,7-mal so lang wie breit; zwischen den beiden Querleisten fast stets deutlich längsgestreift.

Femora III 3,6-4,3-mal so lang wie hoch.

1. Gastertergit hinter den Stigmen meist mit feiner Dorsolateralleiste; Postpetiolus nicht oder nur dorsolateral schwach längsgestreift, sehr selten deutlich längsgestreift.

Färbung: Fühler orange und nur apikal verdunkelt bis fast ganz schwarz und nur Scapus und Pedicellus teilweise orange; Kopf ganz orange bis dorsal ganz sowie Schläfen fast ganz schwarz; Mandibeln gelblich bis orange, Zähne schwarz; Palpen weisslich oder gelblich, manchmal teilweise braun; Thoraxfärbung variiert von fast ganz orange (nur Metasternum und diverse Vertiefungen schwarz) bis mit ausgedehnter schwarzer Färbung, wobei bei den dunkelsten Exemplaren nur Prothorax, Teile des Mesoscutums und Teile der Mesopleuren orange sind; wenn Mesoscutum teilweise schwarz, dann meist mit drei länglichen und breiten schwarzen Flecken; Tegulae variieren von überwiegend schwärzlich oder bräunlich bis fast ganz weisslich oder gelblich; Propodeum ganz schwarz bis überwiegend orange und nur dorsal teilweise schwarz; Gaster ganz schwarz oder 1. Segment teilweise oder ganz sowie sehr selten auch das 2. Tergit breit basal oder ganz orange; Beine unterschiedlich ausgedehnt orange und schwärzlich gefärbt; bei dunklen Tieren sind an den Beinen manchmal nur Coxen I und II jeweils teilweise, Femora I und II jeweils teilweise orange; bei sehr hellen Tieren sind Vorderbeine fast ganz, Mittelbeine überwiegend und an den Hinterbeinen Coxen teilweise, Trochanteren teilweise, Trochantellen teilweise und Femora teilweise orange; Tibien basal deutlich weiss; Flügel ohne Binden, aber mit schwachen dunklen Flecken, vor allem entlang von Adern; Pterostigma braun, basal weiss.

Körperlänge: 3,0- 4,1 mm.

R

Departamento de Geologia, Universidad de Chile

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Ichneumonidae

Genus

Gelis