Carduus crispus L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 428

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/ADC76890-BBBB-A301-D0D0-959CA5710B61

treatment provided by

Donat

scientific name

Carduus crispus L.
status

 

Carduus crispus L.

Krause Distel

Unterscheidet sich von C. nigrescens (Nr. 5) durch folgende Merkmale: 60-120 cm hoch; stachelloser oberer Stengelteil meist bedeutend kürzer als der Blütenkopf; Stengelblätter am Grunde deutlich verschmälert; Stacheln kürzer als 4 mm, kaum stechend; Blätter unterseits meist filzig behaart (ohne mehrzellige Haare); blühende Köpfe am Ende der Zweige zu 2-5 gehäuft, 1,5-2 cm im Durchmesser und ebenso lang; Stachel der Hüllblätter kaum 1 mm lang; Kronen 1 - 1,6 cm lang; Früchte 3 - 4 mm lang. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 16: Material aus Rußland (Poddubnaja-Arnoldi 1931), aus Schweden ( Löve und Löve 1944b), von verschiedenen Stellen aus Polen ( Górecka 1956), aus Japan (Arano 1963), aus Holland (Gadella und Kliphuis 1967), aus Finnland ( Hämet-Ahti und Virrankoski 1970). Arano (1957) zählte in Japan 2n = 27. Górecka (1956) zählte 1-4 B-Chromosomen.

Standort. Kollin und montan, selten subalpin. Mäßig feuchte, nährstoffreiche, tonige Böden in wärmeren Lagen. Auenwälder, Ufer, Schuttplätze, Wegränder, Getreidefelder, Hecken.

Verbreitung. Eurosibirische Pflanze: Europa ( nordwärts bis Mittelskandinavien; west- und südwärts bis Mittelfrankreich, Poebene, Beßarabien); Kaukasus, Sibirien; in Amerika und Japan eingeschleppt. - Im Gebiet verbreitet und ziemlich häufig.

Bemerkungen. C. crispus ist eine vielgestaltige Art. Pflanzen mit fast kahlen, grünen Blattunterseiten und nur wenig abstehenden, dicht filzig behaarten Hüllblättern (vor allem im südlichen Jura) werden als C. multiflorus Gaudin ( C. crispus ssp. occidentalis Chass. et Ar. ) bezeichnet. Braun-Blanquet (1932-1935) erwähnt zudem eine ssp. subalpinus , die im Engadin vorkommt und sich durch stärkere Bestachelung und dunkelpurpurrote Blüten auszeichnet. Nur eingehende Untersuchungen können den systematischen Wert dieser beiden Sippen abklären.

Kingdom

Plantae

Phylum

Tracheophyta

Class

Magnoliopsida

Order

Asterales

Family

Asteraceae

Genus

Carduus