Carduus

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 427

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/AF96F982-8AD5-D08F-4E11-318EC634131C

treatment provided by

Donat

scientific name

Carduus
status

 

Carduus carlinaefólius Lam.

Eberwurzblättrige Distel

10-60 cm hoch. Stengel in der Mitte 2-4 mm dick. Stachelloser oberer Teil des Stengels nur 2 - 5mal so lang wie der Blütenkopf. Blätter nicht flach (wellig, mit allseitig gerichteten Stacheln), beiderseits grün, starr, bis über die Mitte gegen den Mittelnerv fiederteilig, die mittleren 4-8mal so lang wie breit; die größeren Stacheln 3 - 5 mm lang, stechend. Außere Hüllblätter 1-1,5 mm breit, 5-8mal so lang wie breit, allmählich in den Stachel verschmälert. Früchte 3-4mal so lang wie dick. - Blüte: Sommer und früher Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 20, 21, 22, 23; es wurden auch bis zu 3 B-Chromosomen gezählt: Material von vielen Stellen aus den Alpen (als var. rhaeticus DC. bezeichnet; Favarger und Küpfer 1970). 2n = 22: Material aus den Pyrenäen (Favarger und Küpfer 1970).

Standort. Kollin, montan und subalpin, seltener alpin. Steinige, nährstoffreiche, meist kalkarme Böden. Weiden, Schutthalden, Felsen.

Verbreitung. Mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze (westlich): Pyrenäen, West- und Südalpen ( ostwärts bis zum Monte Baldo), Apennin ( südwärts bis Kalabrien). - Im Gebiet: Südalpen und südliche Zentralalpen, Savoyen; ziemlich häufig.

Bemerkungen. Unterschiede zwischen typischen Pflanzen von C. carlinaefolius aus den Südalpen und solchen aus den Südwestalpen und den Pyrenäen sind kaum vorhanden. Einzig die Stacheln der Hüllblätter sind gelegentlich kürzer. Im größten Teil der Zentralalpen und in Teilen der Nordalpen sind Übergänge zu C. defloratus zu beobachten ( C. rhaeticus [DC.] Kerner). In den Südwestalpen, wo teilweise andere Sippen der Artengruppe fehlen, kommt C. carlinaefolius auch auf kalkreichen Böden vor.