Itaquascon enckelli, Vuori & Massa & Calhim & Vecchi, 2020

Vuori, Tommi, Massa, Edoardo, Calhim, Sara & Vecchi, Matteo, 2020, Tardigrades of Finland: new records and an annotated checklist, Zootaxa 4851 (3), pp. 477-521: 513-514

publication ID

https://doi.org/10.11646/zootaxa.4851.3.3

publication LSID

lsid:zoobank.org:pub:FA88FCB6-0558-4419-AA00-AB22A429728E

DOI

http://doi.org/10.5281/zenodo.4476329

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/BE0F9513-4B60-FFF7-FF58-554BFC9C1E51

treatment provided by

Plazi

scientific name

Itaquascon enckelli
status

 

Itaquascon enckelli   (Mihelčič, 1971/72)

Original:

6. Hypsibius (Diphascon) enckelli   n. sp.

1) Bei dieser Art handelt es sich, wie bei den oben beschriebenen, um eine im Süsswasser lebende Art. Die Länge des Tieres beträgt (gemessen an mehreren Exemplaren aus verschiedenen Lokalitäten) zwischen 450 μ und 550 μ. Bei ihr ist die Kopfpartie schmäler als bei den übrigen Hypsibien aus der Untergattung Diphascon   , ausgenommen H. (D.) affinis   und H. (D.) angustatus   (Arten mit verschmälerten Kopfpartie).

2) Die Kutikula ist skulpturiert; die Skulptur besteht aus zackigen Leisten, die an einzelnen Stellen helle punkte bilden, an anderen aber kurze Spitzen (d. h., die hellen Granula   verlängern sich an manchen Stellen in kurze Stacheln).

3) Die enge Mundröhre geht in eine ebensolche Schlundröhre über; diese ist merklich länger als der längliche Schlundkopf. Sie ist schwach S-förmig gebogen. Die Breite der Schlundröhre beträgt zwischen 1,8 μ bei kleineren und 3 μ bei grösseren Exemplaren. Augenpigment vorhanden.

4) Der Schlundkopf ist doppelt so lang wie breit, cylindrisch, vorne und hinten fast gerade abgeschnitten (d. h. sehr wenig gebogen) und vorne und hinten gleich breit; seine Seiten sind parallel. In ihm sehen wir ausser schwachen Apophysen, keine Einlagerungen (Makroplakoiden, Mikroplakoiden und die bei manchen Diphascon   auftretende Septula fehlen).

5) Die Beine sind mittellang; ihre Lage ist etwas bemerkenswert, weil die Entfernung vom Kopfende bis zum ersten Beinpaar so gross ist, wie die zwischen dem dritten und vierten Beinpaar. Die Kopfpartie ist ein wenig verlängert, jedoch nicht verschmälert.

6) Die Beine besitzen einen stämmigen Basalteil mit breiter Basis und kräftigte, verischieden gebaute Äste. Beide Krallen eines Beines sind verschieden gebaut. Der Hauptast der Hauptkralle ist kräftig, in der Mitte schwach gebogen (also S-förmig), dem Ende zu stark gekrümmt und besitzt eine kurze Spitze ohne Nebenspitzen. Der Nebenast ist kleiner und hat kräftigte Spitze. Die Nebenkralle ist kräftiger als die Hauptkralle; beide Äste derselben sind fast gleich gross und gleichartig gebaut. Der Hauptast der Nebenkralle ist gedrungener gebaut als der der Hauptkralle.

7) Die glatten Eier werden in die alte Kutikula gelegt.

8) Von H. (D.) spitzbergensis   unterscheidet sich diese Art durch ihre grössere Länge, schmälere Kopfpartie, schmälere Schlundröhre, durch den vorne und hinten fast geraden, an den Seiten parallelen Schlundkopf ohne Makro- und Mikroplakoid und ohne Nebenspitzen an den Hauptästen der Hauptkrallen.

9) Von H. (D.) affinis   unterscheidet sich die neue Art durch den vorne und hinten gleich breiten Schlundkopf, längere und engere Schlundröhre, durch das Fehlen der Makro- und Mikroplakoiden, Von H. (D.) angustatus   unterscheidet sie sich durch schmälere Schlundröhre, die auch länger ist als bei H. (D.) angustatus   , durch das Fehlen der Makro- und Mikroplakoiden und die Form des Schlundkopfes. Von allen dreien durch die skulpturierte Kutikula.

10) Festgestellt wurde diese Art in den Interstitialgewässern in Finnland, Norwegen und Schweden (bei Alta, Mieresjärvi, Saimaa, Mälaren, Bonasbadet und Kaamanen).