Artemisia Abrotanum L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 583

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/DF829B58-ECC8-BD2D-4916-7CC99991D1E4

treatment provided by

Donat

scientific name

Artemisia Abrotanum L.
status

 

Artemisia Abrotanum L.

Eberreis

Ausdauernd, mit holzigem Rhizom; 40-120 cm hoch; nach Zitronen riechend. Stengel unten kahl, im obern Teil kurz graufilzig behaart, aufrecht, am Grunde holzig. Blätter oberseits meist kahl, unterseits zerstreut und kurz graufilzig behaart, untere Blätter 2fach fiederteilig (die obersten nur 1fach fiederteilig oder ungeteilt), ungestielt, 3-8 cm lang, am Grunde mit Zipfeln; Blattzipfel 0,5 mm breit, fast fadenförmig, spitz. Köpfe im Durchmesser 2-4 mm, kurz gestielt (Stiele graufilzig), nickend, allseitswendig, in einer engen, dicht und auffällig beblätterten Rispe. Innere Hüllblätter mit weißem, durchscheinendem, trockenhäutigem Rand, kurz graufilzig behaart. Boden des Blütenkopfes kahl. Blüten gelb, die innern ⚥, gelegentlich unfruchtbar, die äußern ♀. Kronen kahl. - Blüte: Später Sommer und Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 18: Material aus Polen (Skalinska et al. 1959), aus botanischem Garten (Kawatani und Ohno 1964).

Standort. Kollin; in warmen Lagen. Ödland (als Gartenflüchtling).

Verbreitung. Kulturpflanze, stammt wahrscheinlich von A. paniculata Lam. ab. Diese Art ist osteuropäischwestasiatisch: Balkanhalbinsel, Mittel- und Südrußland; Kleinasien, Kaukasus, Sibirien. - Im Gebiet gelegentlich in Bauerngärten angepflanzt und stellenweise verwildert, z. B. Elsaß, mittleres Wallis, Aostatal, südliches Tessin, Gegend des Iseosees.