Calendula arvensis L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 484

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/E1845FEE-6592-70E6-29C3-6F852EF1E054

treatment provided by

Donat

scientific name

Calendula arvensis L.
status

 

Calendula arvensis L.

Acker-Ringelblume

1 jährig, mit dünner Pfahlwurzel; 10-40 cm hoch. Stengel vom Grunde an verzweigt, niederliegend oder aufsteigend, kantig, zerstreut spinnwebig behaart und besonders im obern Teil mit mehrzelligen, zum Teil drüsigen Haaren, beblättert. Alle Blätter lanzettlich, meist entfernt gezähnt, mit mehrzelligen Drüsenhaaren, am Rande zerstreut spinnwebig behaart, mit verschmälertem Grunde sitzend. Köpfe ziemlich lang gestielt, im Durchmesser 1 - 2 cm (mit den Zungenblüten!), zur Fruchtzeit nickend. Hülle weit glockenförmig, 0,5-1 cm lang. Hüllblätter lang zugespitzt, drüsig behaart, am Rande bewimpert, an der Spitze oft rötlich, weißhäutig berandet. Kronen hellgelb, seltener dunkelgelb oder orangerot, die zungenförmigen 7-15 mm lang. - Blüte: Frühling, Sommer und Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 36: Material aus Italien (Negodi 1936b), aus botanischem Garten (Janaki Ammal 1962). 2n = 44: Material von 14 verschiedenen Stellen aus Süditalien und den Kanaren (Meusel und Ohle 1966), von den Balearen (Dahlgren et al. 1971), aus Portugal (Fernandes und Queiros 1970-1971).

Standort. Kollin. Lockere, nährstoffreiche, lehmige, neutrale Böden in warmen Lagen. Weinberge, Äcker. Geranio-Allietum Tx. 1950.

Verbreitung. Mediterrane Pflanze: Nordwärts vereinzelt bis Mosel, Main Thüringen, Südpolen; ostwärts bis Westhimalaja; südwärts bis Nordwestafrika, Kanaren; oft verschleppt. Verbreitungskarte von Schubert und Hilbig (1969). - Im Gebiet: Savoyen, Genf, Dép. Jura, Elsaß; teilweise auch verwildert, so im mittleren Wallis und Genferseegebiet.

Bemerkungen. C. arvensis (2n = 36) wird von Janaki Ammal (1962) als Bastard der zentralasiatischen C. persica C. A. May (2n = 44) und der westmediterranen C. suffruticosa Vahl (2n = 28) oder einer nahe verwandten Art aufgefaßt. Da innerhalb C. arvensis die Zahl 2n = 44 ebenfalls vorkommt, erscheint diese Annahme nicht zwingend.