Artemisia Dracunculus L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 580

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/E675D711-6174-EBD1-15FD-10D3F5B0CA6D

treatment provided by

Donat

scientific name

Artemisia Dracunculus L.
status

 

Artemisia Dracunculus L.

Estragon

Ausdauernd, mit Rhizom; 60-120 cm hoch; aromatisch riechend (nach Anis). Stengel kahl, aufrecht, kaum holzig. Blätter kahl, ungeteilt, schmal lanzettlich, 2 - 10 cm lang und 0,2 - 0,8 cm breit, ganzrandig, spitz, ungestielt, mit verschmälertem Grunde sitzend. Köpfe im Durchmesser 2-3 mm, kurz gestielt (Stiel kahl) oder sitzend, nickend, allseitswendig, in lockerer Rispe. Innere Hüllblätter mit weißem, durchscheinendem, trockenhäutigem Rand, kahl. Boden des Blütenkopfes kahl. Blüten gelb, die innern ⚥, aber ♀ unfruchtbar, die äußern ♀. Krone kahl. - Blüte: Später Sommer und Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 18: Material aus botanischen Gärten (Weinedel 1928), aus Sibirien (Kawatani und Ohno 1964). 2n = 36: Material aus Krakow (Kawatani und Ohno 1964), aus botanischem Garten (Rousi 1969). 2n = 54: Material aus botanischem Garten und Ostasien (Kawatani und Ohno 1964). 2n = 72: Material aus botanischem Garten (Kawatani und Ohno 1964). 2n = 90: Material aus botanischen Gärten (Rousi 1969).

Standort. Kollin und montan, seltener subalpin. Ufer, Schuttplätze (aus Gärten verwildert).

Verbreitung. Asiatisch-nordamerikanische Pflanze: Sibirien, Ostasien; westliches Nordamerika. - Im Gebiet als Gewürz in Gärten angepflanzt und selten verwildert.

Bemerkungen. Nach Rousi (1969, auch frühere Literatur zitiert) ist A. Dracunculus sehr polymorph. In Kultur trifft man sie als «Französischen Estragon" (2n = 36, gestörte Meiosen) und "Russischen Estragon" (2n = 90, normale Meiosen). Gewürzpflanzen müssen durch Stecklinge vermehrt werden, da sich aus Aussaaten meist geruchlose Pflanzen entwickeln.