Leontopodium alpinum Cass.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Unterfamilie _ tubuliflorae, Birkhaeuser Verlag : 482

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/F099091D-478E-B5B1-BE3B-F1F16365B984

treatment provided by

Donat

scientific name

Leontopodium alpinum Cass.
status

 

Leontopodium alpinum Cass.

Edelweiß

Ausdauernd, ohne Ausläufer. Blätter schmal lanzettlich, gegen den Grund allmählich verschmälert, bis 5 cm lang und 0,8 cm breit, besonders unterseits filzig behaart. Blütenköpfe 5-7 mm lang und fast so dick, zu 1 - 10 doldenartig gehäuft. Hüllblätter außen spinnwebig behaart, häutig und braun berandet. Blüten gelblich. Früchte ca. 1 mm lang, zerstreut und kurz behaart. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n ca. 48: Material aus den Schweizer Alpen (Favarger 1957). 2n = 52: Material von verschiedenen Stellen aus der Tatra (Sokolovska-Kulczycka 1959), aus den Berner Alpen (Urbanska in Löve 1968c). Pollenentwicklung normal; Samenbildung apomiktisch: die Embryosackmutterzelle macht meistens keine Meiose durch; die Eizelle entwickelt sich ohne Befruchtung, das Endosperm dagegen entwickelt sich nur nach Befruchtung (Pseudogamie) (Sokolowska-Kulczycka 1959). Nach Maugini (1962) entwickeln sich bei Pflanzen von verschiedenen Stellen aus den italienischen Alpen Pollen und Embryosack normal. Sakai (1937) zählte an japanischem Material (var. Faurieri Beauverd) 2n = 26.

Standort. Alpin, seltener subalpin, selten ( Südalpen) montan. Meist kalkreiche, steinige Böden an nur kurz vom Schnee bedeckten, meist südexponierten Hängen. Steinige Hänge, Blaugrashalden, Felsbänder und Felsspalten. Seslerio-Semperviretum Br.-Bl. 1926 und verwandte Gesellschaften.

Verbreitung. Mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze: Pyrenäen, Alpen, südlicher Jura, ligurischer Apennin, Karpaten, Gebirge der Balkanhalbinsel ( über genaue Verbreitung s. Fukarek 1963). Nahe verwandte Arten im mittleren Apennin und in Zentral- und Ostasien. - Im Gebiet: Alpen und südlicher Jura (angepflanzt: Dôle, Reculet); meist nicht häufig und vielerorts durch übermäßiges Pflücken stark dezimiert oder ausgerottet; gelegentlich auch angepflanzt.