Paraliochthonius occultus, Moritz, M., 1976

Moritz, M., 1976, Revision der europäischen Gattungen und Arten der Familie Brachychthoniidae (Acari, Oribatei) Teil 1. Allgemeiner Teil: Brachychthoniidae Thor, 1934. Spezieller Teil: Liochthonius v. d. Hammen, 1959, Verachthonius nov. gen. und Paraliochthonius nov. gen., Mitteilungen aus dem Zoologischen Museum in Berlin 52, pp. 27-136: 128-130

publication ID

ORI10013

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/FB47AD46-B959-32C5-AAA3-3681D02DC1AE

treatment provided by

Thomas

scientific name

Paraliochthonius occultus
status

nov. comb.

Paraliochthonius occultus   (Niedbala, 1971), nov. comb. (Abb. 35 ab)

Liochthonius occultus Niedbala   , 1971: p. 677, Fig. 1.

Liochthonius occultus   : Niedbala 1974, p. 498, Fig. 46.

Material: IBP: 1 Ad., Paratypus, Polen, Reservat Pluznica pow. Strzelce Opolskie   GoogleMaps , W. Niedbala leg.  

NRSt: 1 Ad., Coll. Forsslund Mf 881a, mikroskop. Präparat (sub Liochthonius simplex   ), Schweden, Dalarna, Ludvika, Storgarden   GoogleMaps , 3. 10. 1960.  

Holotypus, Locus typicus: Die Typusserie wird im Biologischen Institut der Adam-Mikiewicz-Universität Poznan aufbewahrt.

Der Locus typicus ist Polen, Rezerwat Pluznica pow. Strzelce Opolskie.

Beschreibung: Die Beschreibung bezieht sich auf den einen verfügbaren Paratypus der Typusserie und 1 Exemplar aus Schweden. Der Paratypus besitzt den charakteristischen Habitus der Gattung. Der separate Suprapleuralschild SpC mit der c3- Borste, die getrennten Adanalschilde und die Form der ad2- Borste weisen die Art eindeutig in diese Gattung.

Die Körperfarbe ist hell goldgelb. Außer den beiden vorderen interbothridialen Maculapaaren waren keine weiteren Dorsalflecke zu erkennen. Die Art ist mehr oder weniger isotrich. Die verhältnismäßig langen Dorsalborsten sind glatt und ohne Erweiterung.

Das Prodorsum ist flach und wesentlich schmaler als das Opisthosoma. Das Rostrum ist breit gerundet und nicht besonders vom Prodorsum abgesetzt. Die Prodorsumborsten sind glatt, fein und im Querschnitt gerundet. Die Rostralhaare sind am kürzesten. Sie stehen sehr eng zusammen und inserieren in unterschiedlicher Höhe. Die rekurven Lamellarhaare stehen fast dreimal soweit auseinander wie die Rostralhaare.

Die Sensillusform und - größe entspricht der von P. globuliferus   . Der Sensillus besteht aus einem sehr dünnen geraden Stiel und einer scharf abgesetzten dicken Spindel, die allseitig mit feinen Haarborsten besetzt ist. Distad endet sie in eine feine Spitze.

Die Exobothridialhöcker sind vollkommen reduziert. Die Exobothridialborste steht auf einem kleinen Insertionshöcker, von dem in der Aufsicht eine feine Linie zu den Lamellarhaaren verläuft.

Von den interbothridialen Maculae waren nur die beiden vorderen großen querovalen Fleckenpaare erkennbar. Die Anordnung dürfte aber der von P. globuliferus   entsprechen.

Die feinen und glatten c- und d-Borsten des vorderen Notogasterschildes sind wie die Prodorsumhaare piliforme, im Querschnitt gerundete Borsten. Die Borsten des mittleren Notogasterschildes und des Pygidium sind dagegen länger, doppelt so dick und im Querschnitt leicht hochoval. Sie sind aber nicht wie bei P. globuliferus   bauchig aufgetrieben. inscrtionshöcker sind nur auf dem Pygidium angedeutet.

Es ist ein freier Suprapleuralschild SpC mit der c3- Borste, die direkt an der Vorderkante des Opisthosoma inseriert, vorhanden. Der vordere Pleuralschild Pl1 ist stark vorgewölbt. Seine Vorderecke ist breit gerundet.

Systematische Stellung: Die Art stimmt im Gesamthabitus mit P. globuliferus   überein. Sie unterscheiden sich im wesentlichen nur durch die Gestalt der Dorsalborsten. Bei P. globuliferus   sind diese auf dem mittleren Notogasterschild und dem Pygidium in der basalen Hälfte stark bauchig aufgetrieben, so daß sie in deisem Teil hohl erscheinen.

Inwieweit beide Arten unter Umständen nur Ökotypen einer Großart darstellen, können nur weitere Aufsammlungen zeigen.