Cryptus informis, Schwarz, 2015

Schwarz, Martin, 2015, Zur Kenntnis paläarktischer Cryptus-Arten (Hymenoptera, Ichneumonidae, Cryptinae), Linzer biologische Beiträge 47 (1), pp. 749-896 : 860-862

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.5415465

DOI

https://doi.org/10.5281/zenodo.6491597

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/FC3D87DE-B01D-3E59-17A0-FAE1EEADB373

treatment provided by

Marcus

scientific name

Cryptus informis
status

sp. nov.

57. Cryptus informis sp.nov.

Holotypus (♀): "GR, Crete – Lasithi 15km NW Males, ~ 850m 35°05’N, 25°33’E Sauša lg., 14.V.2003 ", " Holotypus ", " Holotypus Cryptus informis SCHWARZ des. Mart. Schwarz ’14" (Linz).

Paratypen (2♀♀, 233): Griechenland: gleiche Daten wie Holotypus (1♀, 13; Linz); N-Corfu, 1 km SE Episkepsi , 17.5.1995, leg. Mart. Schwarz (13; Schwarz) .

Iran: Mazdaran prov. , 10 km S Chaloos, 36°51’N, 51°33’E, 380 m, 15.6.2010, leg. Mi. Halada (1♀; Linz) GoogleMaps .

Die Art stimmt in der Form der Bohrerspitze, deren Dorsalrand in Lateralansicht etwas konvex ist, mit C. inculcator (LINNAEUS) überein. Unterscheidungsmerkmale im weiblichen Geschlecht sind: Stirn v-förmig eingedrückt; innere Orbitae schwarz und äussere Orbitae ganz oder teilweise weiss; Coxen III schwarz; 2. rücklaufender Nerv trifft die Areola hinter der Mitte. Aufgrund der v-förmig eingedrückten Stirn besteht eine grosse Ähnlichkeit mit C. apparitorius (VILLERS) . Das Weibchen der hier behandelten Art lässt sich vorwiegend durch die Form der Bohrerspitze, deren Dorsalrand im Profil schwach konvex ist, unterscheiden.

Das Männchen unterscheidet sich von den beiden Vergleichsarten vorwiegend durch die wenig ausgedehnte weisse Färbung und durch die deutlich v-förmig eingedrückte Stirn.

Beschreibung (♀) (Abb. 105-107, 176): Fühler mässig dick (wie bei C. inculcator (LINNAEUS)) , median schwach verbreitert und etwas abgeflacht, 29-30gliedrig, 3. Glied (ohne Anellus) 4,6-5,0-mal so lang wie breit; Gesicht median höchstens stellenweise gekörnelt, sonst deutlich und vollständig gekörnelt, median fein punktiert und oft auch runzelig, an den übrigen Stellen undeutlich punktiert und etwas runzelig; Gesichtshöcker mässig hoch bis hoch; Clypeus nicht verbreitert, stark konvex, Dorsalhälfte dicht punktiert, Punkte von unterschiedlicher Grösse; unterer Rand des Clypeus schwach konvex; Mandibeln kurz; Wangen 0,8-0,9-mal so lang wie die Breite der Mandibeln; Genalleiste reicht bis zur Oralleiste und beide Leisten nicht auffallend erhöht; Schläfen glänzend, mässig fein bis mässig grob und etwas zerstreut punktiert; Stirn deutlich v-förmig eingedrückt und median mit dorsoventraler Leiste, Stirn matt und deutlich gerunzelt, wobei die Runzeln median kräftig sind, lateral zusätzlich mit einigen undeutlichen Punkten; Abstand eines lateralen Ocellus zum Auge 0,6-0,8-mal so lang wie der Abstand der lateralen Ocellen zueinander; Kopf hinter den Augen schwach verschmälert und deutlich konvex.

Pronotum lateral ausgedehnt gestreift, dorsal und stellenweise ventral punktiert; Mesoscutum auf glattem Grund dicht und mässig fein punktiert, lateral etwas zerstreut punktiert; Notauli mit Querstreifen, lang und mässig tief, reichen fast bis zum Hinterrand des Mesoscutums; Schildchen auf glattem Grund mässig dicht und mässig grob punktiert, lateral ohne Leisten; Mesopleuren ausser dem Speculum ausgedehnt und dicht gerunzelt, dadurch matt, im Randbereich mit einigen punktierten Stellen; Speculum glatt und glänzend, manchmal teilweise punktiert; Subtegularwulst eher niedrig und vorne breit abgerundet; Sternauli mässig tief, erreichen den Hinterrand der Mesopleuren, wobei der hintere Teil manchmal undeutlich ist; Metapleuren vollständig gerunzelt und ohne Punktierung; Juxtacoxalleiste basal vorhanden oder ganz fehlend.

Propodeum entweder mit beiden Querleisten oder die hintere fehlend; hintere Querleiste sublateral nicht erweitert; Area superomedia nicht abgegrenzt; Propodeum ab der vorderen Querleiste grob gerunzelt und glänzend, vor der vorderen Querleiste gekörnelt und matt sowie mit flacher Punktierung und manchmal zusätzlich gerunzelt; Stigmen 2,0-2,4-mal so lang wie breit.

Tibien I mässig stark verbreitert und schmäler als die Femora I; Femora III 4,5-5,0-mal so lang wie hoch; Tibien III in Lateralansicht ohne Dornen, die über den Dorsalrand ragen.

Areola im Vorderflügel deutlich nach vorne konvergierend, Vorderrand breit, 0,5-mal so breit wie die breiteste Stelle der Areola, 2. rücklaufender Nerv erreicht die Areola deutlich hinter der Mitte; Nervulus antefurkal; Axillarader im Hinterflügel zum Flügelhinterrand konvergierend.

Petiolus lateral matt, in der Ventralhälfte mit kräftigen Querstreifen; Postpetiolus deutlich gekörnelt und mit zerstreuter Punktierung; 1. Segment mit Längsleisten; 2. Tergit gekörnelt und matt, mässig fein, deutlich und etwas zerstreut punktiert; Bohrerklappen 1,4-1,5-mal so lang wie die Tibien III; Legebohrer gerade und mässig kräftig; Bohrerspitze 3,4-3,8-mal so lang wie hoch, im Profil vom Nodus zur Spitze schwach konvex, Nodus kaum erhöht und mit kleiner Kerbe, Ventralrand der Bohrerspitze im Profil beinahe gerade und mit kräftigen Zähnchen.

Färbung: schwarz; weiss sind Fühlersattel, Scheitelorbitae, äussere Orbitae teilweise bis ganz, manchmal Wangen, manchmal Collare; orange sind manchmal Postpetiolus, Gastertergite ab dem 2. Tergit (2. Tergit kann basal schwarz sein, letzte Tergite sind teilweise schwach verdunkelt), manchmal Trochanteren I teilweise, manchmal Trochantellen I und II jeweils teilweise, Femora I und II ganz oder teilweise, Femora III ausser apikal bis nur stellenweise dorsal, Tibien I und II, manchmal Tarsen I; Tarsen I und II ausser der orangen Färbung braun; Palpen teilweise bräunlich; Flügel nicht oder in der Apikalhälfte etwas getrübt.

Körperlänge: 8,5-9,0 mm.

3 (Abb. 108): Ausser den geschlechtsspezifischen Unterschieden und der weissen Färbung ähnlich dem Weibchen.

Fühler 30gliedrig, Tyloide linear, an den Gliedern 16-20, 3. Fühlerglied (ohne Anellus) 2,9-3,3-mal so lang wie breit; Wangen 0,7-mal so lang wie die Breite der Mandibelbasis; Abstand eines lateralen Ocellus zum Auge 0,6-mal so lang wie der Abstand der lateralen Ocellen zueinander.

Mesopleuren auf Höhe des Speculums manchmal mit einer glatten Stelle und an den Rändern ausgedehnt punktiert.

Stigmen am Propodeum 1,9-2,3-mal so lang wie breit.

Femora III 5,0-5,8-mal so lang wie hoch.

Petiolus lateral glänzend und nur mit schwacher Skulptur, Dorsolateralleisten fehlen (ausser basal); 2. Gastertergit 2,0-2,9-mal so lang wie breit; Clasper apikal gerundet und dorsal ohne Erweiterung.

Färbung: schwarz; weiss sind schmale Facialorbitae (werden nach unten breiter), manchmal Frontalorbitae teilweise, Fleck der Scheitelorbitae, äussere Orbitae teilweise oder ganz, manchmal Wangen teilweise, manchmal Clypeus teilweise, Mandibeln teilweise, manchmal Collare, manchmal Dorsalrand des Pronotums caudal, manchmal Subtegularwulst, manchmal Querfleck am Schildchen, manchmal Coxen I teilweise, manchmal Trochanteren I und II jeweils teilweise, Tibien I dorsal teilweise oder ganz, Tibien II dorsal und Ring der Tarsen III; orange sind Postpetiolus apikal, Gaster ab dem 2. Tergit einschliesslich Clasper, Trochantellen I und II jeweils teilweise, Femora teilweise, Tibien I teilweise, Tibien II teilweise oder ganz; Tarsen I und II bräunlich; Palpen bräunlich; Flügel nicht getrübt.

Körperlänge: 8,5-8,8 mm.

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Ichneumonidae

Genus

Cryptus

Darwin Core Archive (for parent article) View in SIBiLS Plain XML RDF