Evonymus latifolia (L.) Miller
publication ID |
https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292251 |
persistent identifier |
https://treatment.plazi.org/id/F669EAA6-E906-93EB-31D6-BE430651815B |
treatment provided by |
Donat |
scientific name |
Evonymus latifolia (L.) Miller |
status |
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Evonymus latifolia (L.) Miller
Breitblättriger Spindelbaum
Unterscheidet sich von E. europaea (Nr. 2) durch folgende Merkmale: Querschnitt der jungen Zweige nie quadratisch; Knospen in eine lange Spitze verschmälert; Blätter an blühenden und fruchtenden Zweigen 7-12 cm lang (an den sterilen Trieben meist nicht größer!), die meisten mit der größten Breite über der Mitte oder in der Mitte ein kurzes Stück fast parallelrandig, am Grunde häufig abgerundet; Blattstiel bis 1 cm lang; Blütenstände 6-15 blütig, auf 4-6 cm langen Stielen; Blüten meist 5 zählig; Staubbeutel sich durch Ouerriß öffnend; Narben fast sitzend; Fruchtstände hängend; Früchte meist 5teilig, mit geflügelten Fruchtblättern. - Blüte: Frühling; Fruchtreife im Herbst.
Zytologische Angaben. Keine Chromosomenzählungen. Polyembryonie nachgewiesen (Brizicky 1964).
Standort. Kollin und montan, selten subalpin. Meist kalkreiche, feuchte Böden in schattigen und luftfeuchten Lagen mit gemäßigten Temperaturextremen (vor allem in Föhngebieten!). Beste Entwicklung an Nord- und Osthängen sowie in Schluchten im Linden-Ahornwald (z. B. Walenseegebiet), seltener in andern Laubmischwäldern und im Buchen-Weißtannenwald (vgl. Trepp 1947).
Verbreitung. Mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze: Ostpyrenäen, Cevennen, südlicher Jura, Alpen, Apennin, Gebirge der Balkanhalbinsel; Algerien; Kleinasien. (Keine Angaben in der Flora der URSS Bd. 14, 1959). Verbreitungskarte von Bresinsky (1965). - Im Gebiet: Südlicher Jura (Savoyen), Nordalpen und nördliches Alpenvorland ( nordwärts vereinzelt bis ins Emmental, Horgen, Pfannenstiel, Hörnli, Bischofszell, deutsches Bodenseegebiet); zerstreut und selten; häufiger nur unter den speziellen Standortverhältnissen in den typischen Föhngebieten.
Bemerkungen. Siehe auch unter E. europaea (Nr. 2). Nach Dübi (1966 in lit.) kommt E. latifolia im Tessin nicht vor; möglicherweise beruhen auch die Angaben von Rodegher und Venanzi (1894) aus der Gegend von Bergamo und dem Val Caleppio (Bergamasker Alpen) auf Verwechslungen mit E. europaea var. intermedia Gaudin , ebenso die Angaben aus dem Misox.
No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.