Neognathus insolitus,

Willmann, C., 1952, Die Milbenfauna der Nordseeinsel Wangerooge, Veröffentlichungen des Instituts für Meeresforschung Bremerhaven 1, pp. 139-186: 162

publication ID

ORI11037

publication LSID

lsid:zoobank.org:pub:1CD7624C-FC8F-4DD0-AA34-762D8FFB6267

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/7666D0B5-BC05-B87A-179B-A5E2AEFAAE28

treatment provided by

Thomas

scientific name

Neognathus insolitus
status

nov. gen.

72. Neognathus insolitus  nov. gen. nov. spec. (Abb. 19 a—f.)

Ein eigenartiges Tier, das in keine der bekannten Gattungen hineinpaßt, und das ich auch nur mit Bedenken in die Familie Raphignathidae  einreihe, wurde in einem Exemplare in Moos auf einer Steinmauer erbeutet. Nach der Ausbildung der Palpen mit der großen Kralle an der Palptibia und dem ventral angesetzten Palptarsus käme eher die Familie Stigmaeidae  in Frage. Aber meines Wissens gibt es unter den Stigmaeidae  keine Gattung, deren Arten Peritremata mit freien Enden haben, während die Raphignathidae  mit Peritremata ausgestattet sind. Auch die Anordnung der Coxalplatten, die sämtlich auf dem vorderen Teile des Körpers zusammengedrängt sind und eng aneinander stoßen, weist die Art in die Familie Raphignathidae  .

Gattungsdiagnose: Palpen wie bei den Stigmaeidae  mit großer Tibialkralle und ventral angesetztem Palptarsus. Mandibeln groß, am Grunde sehr breit und bis weit über die Hälfte hinaus miteinander verwachsen. Die einzelnen Scherenglieder sind zwar spitz, aber nicht so auffällig stilettartig wie bei den anderen Gattungen der Familie. Besonders charakteristisch ist die Gestalt der Peritremata, die zu beiden Seiten des Mandibelgrundes zwei stark geschwollene, spitz auslaufende, nach vorn gerichtete freie Enden haben. Beine mit zwei sitzenden Krallen, dazwischen ein Empodium, das aus Stäbchen mit fein verteilten Enden besteht.

Hologenotypus: Neognathus insolitus  nov. spec.