Tapinoma collina, Förster, A., 1850

Förster, A., 1850, Hymenopterologische Studien. 1. Formicariae., Aachen: Unknown Publisher: 43-44

publication ID

8138

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/E8631074-C6DD-842F-FFA3-0F02AF0A95DA

treatment provided by

Christiana

scientific name

Tapinoma collina
status

n. sp.

21. Tap. collina  HNS  , n. sp.

Operaria: Nigra nitida, mandibulis multidentatis, palpis et pedibus fuscis, geniculis tarsisque rufis; clypeo supra obsoletissime limitato, area frontali omnino nulla; metathoracis dorse abbreviato; abdomine subrotundato. Long. 4/5 - 1 1/2 lin.

Femina: Fusco-nigra nitida, cinerascenti-micans, pilositate abdominis dorso vix conspicua, pedibus fuscis, tibiarum apice tarsisque rufescentibus; mandibulis multidentatis, subtilissime apice fortiter punctatis; clypeo confertim punctulata apice medio profunde exciso, supra obsolete limitato; area frontali omnino nulla; squama sient in operaria; abdomine thorace latiori ventreque pilositate longiori et magis conspicua praedito. Long. 2 lin.

Diese neue Art, welche wegen der abweichenden Bildung der Schuppe wohl mit Recht auch als neue Gattung hier aufgeführt wird, unterscheidet sich auf den ersten Blick sehr leicht von allen bekannten andern Arten der Gatt. Formica  HNS  . Die Färbung des ganzen Körpers ist tiefschwarz, glänzend, die Behaarung sehr dicht, fein und fest anliegend, schwarzbraun (oft abgerieben), bloß auf der Bauchseite finden sich sehr zerstreute, einzelne Borstenhaare. Die Mandibeln sind schwarz, an der äußer- sten Basis und Spitze roth, vielzähnig, die 4 äußersten Zähne mäßig groß und deutlich, die darauf folgenden aber sehr kurz und eng zusammenstehend, 5 - 8 an der Zahl. Die Taster braun, die Maxillartaster von gewöhnlicher Länge und Form. die Lippentaster kurz. Der Clypeus nach oben durch eine sehr feine, bogenförmige Querlinie, die aber nur mit Mühe wahrzunehmen, abgegrenzt, am Vorderrande in der Milte tief, fast halbkreisförmig ausgeschnitten, die Seitengruben desselben mit den Fühlergruben fast ganz zusammenfließend. Die Fühler stehen ziemlich tief, der Schaft ist ziemlich lang, denn er erreicht völlig den Hinterrand des Kopfes. Die Netzaugen stellen nicht genau in der Mitte, sondem der Basis der Mandibeln näher als dein Hinterrande des Kopfes. Ein Stirnfeld fehlt gänzlich und die Stirnlamellen sind nur durch eine leine, wenig bemerkbare Kante am Rande der Fühlergrube angedeutet. Der Hinterkopf ist nur wenig und im weiten Bogen ausgebuchtet. Nebenaugen konnte ich selbst mit einer starken Loupe nicht bemerken. Der Mittelleib. hat die Farbe, Sculptur und Behaarung des Kopfes, der Prothorax ist breiter als die beiden folgenden Brustringe, aber immer schmäler als der Kopf, nicht viel höher gewölbt als der Mesothorax, dieser nur aus einem Stück bestehend, also ganz ohne Spur einer trennenden Nacht an den Brustseiten. Der Rücken des Metathorax an der Basis verkürzt, der abschüssige Theil nämlich wenigstens um 1/3 länger als der Basaltheil, sehr fein queer nadelrissig und ziemlich stark glänzend. Die Beine Schwarz, die Kniee, die äußerste Spitze der Schienen und die Füße roth, auch die Trochanteren bisweilen etwas heller gefärbt, die Behaarung eben so fein und dicht anliegend wie an den übrigen Körpertheilen, ohne Spur von Borstenhaaren. Der Hinterleib besonders durch das lste Segment ausgezeichnet, weil die Bildung der Schuppe ganz und gar von der gewöhnlichen Form abweicht, denn statt senkrecht aufgerichtet ist sie niedergedrückt und hat beinahe eine vollkommen horizontale Lage, nur nach vorne ein wenig gehoben und von hier aus nach hinten sanft, ja fast unmerklich abschüssig, auf der Oberseite ganz flach, auf der Unterseite etwas gewölbt. Das 2te Segment erscheint sehr hoch und nach vorne über die Schuppe hin gewölbt, um sie in einem eigenen Eindruck oder vielmehr einer besonderen Grube aufzunehmen, Welche an diesem Segment, nach Wegnahme jener Schuppe, erst recht deutlich in die Augen springt. Von oben gesehen, wird bei der gewöhnlichen Lage des Hinterleibs die Schuppe, durch Aufnahme in dieser Grube, fast gar nicht bemerkbar. Der Hinterleib verlängert eiförmig, in Sculptur, Behaarung und Farbe dem Kopf und Mittelleib gleich, der Hinterrand der einzelnen Segmente kaum häutig, die letzten Segmente nach dem Tode in der Regel etwas eingezogen, auf der Bauchseite mit einzelnen aber sehr wenigen Borstenhaaren.

Das Weibchen ist braunschwarz, mit dicht anliegender, grauschimmernder Pubescenz, auf der Oberseite von Borstenhaaren fast ganz entblößt, nur auf dem Rücken des Hinterleibs finden sich wenige zerstreute, die aber so kurz sind, daß man sie nur bei starker Vergrößerung wahrnehmen kann. Auf der Bauchseite dagegen sind die Borstenhaare lang, und deutlich. Die Beine braun, die Basis und Spitze der Tibien und die Tarsen röthlich, die Mandibeln vielzähnig, Caus 9 - 10 Zähnen bestehend,) deutlich, an der Spitze sogar grob punktirt, nicht runzlig; der Clypeus fein und ziemlich dicht punktirt, unten in der Mitte tief und fast rundlich ausgeschnitten, oben nicht ganz deutlich abgesetzt; ein Stirnfeld nicht vorhanden; die Stimrinne sehr schwach. Die Augen nur mikroscopisch behaart, die Nebenaugen deutlich. Das Hinterhaupt hinten fast grade abgestutzt. Der Mittelleib oben flach, vorn an dem Vorderbrustrücken fast senkrecht abschuessig. Die Schuppe ist ganz von derselben Bildung und wird ebenso von der Grube des 2ten Segments aufgenommen, wie bei dem Arbeiter. Die übrigen Segmente des Hinterleibs zusammen genommen nicht länger als der Mittelleib, aber deutlich breiter, der Hinterrand derselben äußerst schmal röthlich durchscheinend.

Diese Art habe ich anfangs Juni im Siebengebirge und bei Boppard auf Bergwiesen geschöpft, auch hier bei Aachen in eimeinen Exemplaren gefangen. Die Arbeiter und ungeflügelten Weibchen wurden etwas häufiger im Mai und Ende August am Schneeberg bei Vaels angetroffen, wo sie urtter Steinen in nicht zahlreichen Colonien oder auch in freier Erde leben.

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Formicidae

Genus

Tapinoma